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    Biozentrum der Universität Würzburg

    2,5 Millionen Euro für Infektionsforschung

    22.05.2014

    Nach acht Jahren Zusammenarbeit der Universitäten Greifswald, Münster, Tübingen und Würzburg zum Thema "Pathophysiologie von Staphylokokken in der Post-Genom-Ära", bewilligt die DFG nun eine weitere Förderperiode mit einer Fördersumme von insgesamt 10 Millionen Euro.

    Staphylococcus aureus (rot) wird effizient in menschliche Zellen (im Bild eine Lungenepithelzelle, grün) aufgenommen. Blau dargestellt sind Zellkern und Bakterien-DNA. Maßstab 0,005 Millimeter. (Bild: Martin Fraunholz)

    Staphylococcus aureus (rot) wird effizient in menschliche Zellen (im Bild eine Lungenepithelzelle, grün) aufgenommen. Blau dargestellt sind Zellkern und Bakterien-DNA. Maßstab 0,005 Millimeter. (Bild: Martin Fraunholz)

    Die in dem Sonderforschungsbereich Transregio 34 integrierten Würzburger Arbeitsgruppen um Professor Thomas Rudel und Martin Fraunholz vom Lehrstuhl für Mikrobiologie, Professor Thomas Dandekar vom Lehrstuhl für Bioinformatik und Professor Jörg Vogel, sowie die Arbeit der Privatdozenten Wilma Ziebuhr und Knut Ohlsen vom Institut für Molekulare Infektionsbiologie, werden somit in den kommenden vier Jahren  mit insgesamt mehr als 2,5 Millionen Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt.

    "Wir freuen uns, dass wir die Arbeit in diesem transregionalen Projekt fortsetzen können. Die Zusammenarbeit mit den Einrichtungen der beteiligten Universitäten läuft mittlerweile perfekt und wir können nun unserer weiteren Forschungsziele engagiert angehen", sagt der Standortsprecher der Universität Würzburg, Professor Thomas Rudel.

    Kampf gegen Krankenhauskeime

    Staphylococcus aureus ist ein weit verbreiteter Krankheitserreger und gehört zu den Hauptursachen gefährlicher Infektionen, die man sich im Krankenhaus zuziehen kann. Breitet sich der Erreger im Körper eines Patienten mit geschwächtem Immunsystem aus, kann er zahlreiche Krankheiten wie Hautentzündungen und Abszesse bis hin zur lebensbedrohlichen Lungenentzündung oder Sepsis verursachen.

    Hinzu kommt, dass diese Bakterien Resistenzen gegen mehrere Antibiotika gleichzeitig erwerben können und Infektionen sich dann kaum noch auf diesem Wege behandeln lassen. Staphylococcus aureus ist ein berüchtigtes Beispiel für die Antibiotika-Resistenzkrise, eine der großen Gefahren für die Gesundheit im 21. Jahrhundert. Trotz großer Anstrengungen ist es bisher nicht gelungen, dauerhaft wirksame Impfstoffe zum Schutz gegen diese Bakterien zu entwickeln.

    Neue Ansatzpunkte für Therapien

    Die Arbeitsgruppen im SFB Transregio 34 ergänzen sich in der jeweiligen Expertise ideal: Sie liegen auf den Gebieten der funktionellen Genomforschung und Proteomanalyse von Mikroorgansimen (Greifswald) sowie der Physiologie (Tübingen) und der Infektionsbiologie von Staphylokokken (Würzburg und Münster).

    Eines der wichtigsten Ziele des transregionalen Sonderforschungsbereichs ist es, weit über die nun beginnende dritte Förderperiode hinaus, die Grundlagen der Staphylokokken-Infektion zu erforschen und neue Ansatzpunkte für Therapien zu entwickeln.

    Kontakt

    Professor Thomas Rudel, Lehrstuhl für Mikrobiologie am Biozentrum der Universität Würzburg.
    E-Mail: thomas.rudel@biozentrum.uni-wuerzburg.de, T.: (0931) 31 84400

    Von Marco Bosch

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