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    Biozentrum der Universität Würzburg

    Der Bauplan des Körpers

    11.05.2011

    Wie nimmt der Embryo Gestalt an? Wer steuert die Bildung des Kopfes, der Wirbel oder der Extremitäten? Welche Gene sind daran beteiligt? Ein Pionier auf diesem Forschungsgebiet ist der US-Amerikaner Eddy M. De Robertis. Mit seinen Arbeiten hat er die moderne Entwicklungsbiologie maßgeblich geprägt. Am Mittwoch, 11. Mai, ist De Robertis Gast im Biozentrum der Universität Würzburg und hält einen öffentlichen Vortrag.

    Eddy M. De Robertis (Foto: privat, Design: G. Vonend)

    In Erinnerung an den weltbekannten Würzburger Entwicklungs- und Zellbiologen Theodor Boveri lädt das Biozentrum zusammen mit der Physicomedica am Mittwoch, 11. Mai, zur Theodor-Boveri-Lecture ein. Diesjähriger Redner und Preisträger ist Professor Eddy M. De Robertis vom Howard Hughes Medical Institute der University of California, Los Angeles.

    Mit diesem Festvortrag werden Wissenschaftler geehrt, die in der Entwicklungsbiologie, der Zellbiologie und der Tumorforschung – also den Forschungsgebieten Boveris – bahnbrechende Entdeckungen gemacht haben.

    Herausragende Entdeckungen

    Zu diesen Forschern gehört zweifellos Eddy De Robertis, dessen wissenschaftliche Beiträge die moderne Entwicklungsbiologie maßgeblich geprägt haben. Zu seinen herausragenden Entdeckungen gehört unter anderem die Identifizierung des ersten Hox-Gens von Wirbeltieren – zu denen auch die Menschen zählen.

    Hox-Gene steuern – wie heute nicht zuletzt durch die Forschungen von Eddy De Robertis bekannt ist – die frühen Prozesse im Embryo, die den Bauplan des Körpers festlegen, wie zum Beispiel die Bildung des Kopfes, der einzelnen Wirbel oder der Extremitäten. Diese Arbeiten von De Robertis waren der Ausganspunkt für die nachfolgende Entdeckung einer ganzen Serie verwandter Master-Gene für die embryonale Entwicklung und Musterbildung. Weiterhin war er maßgeblich an der Entschlüsselung von Signalen beteiligt, welche die früheste embryonale Entwicklung organisieren und Körperachsen festlegen.

    Eddy De Robertis Lebenslauf

    Eddy De Robertis ist gebürtiger US-Amerikaner mit familiären Wurzeln in Uruguay. Er studierte Chemie und Medizin in Argentinien und Uruguay. Im britischen Cambridge arbeitete er anschließend im Labor von John Bertrand Gurdon, einem Pionier auf dem Gebiet der Entwicklungsbiologie der Wirbeltiere. Das Biozentrum Basel berief ihn 1980 zum Ordinarius für Zellbiologie. Seit 1985 ist er an der University of California in Los Angeles tätig und seit 1994 zudem Howard Hughes Medical Institute Investigator.

    Für seine Arbeiten wurde Eddy De Robertis mit vielen Preisen und Auszeichnungen gewürdigt, er ist Mitherausgeber renommierter Zeitschriften sowie Mitglied von EMBO, AAAS und der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften. Sein wissenschaftliches Hauptinteresse gilt den molekularen Mechanismen, die dem Körperbauplan von Wirbeltieren zugrunde liegen und die im Rahmen der frühen Embryonalentwicklung zur Bildung der Keimblätter und der Körperachsen beitragen.

    Der Vortrag

    Der Vortrag findet statt am Mittwoch, 11. Mai, um 17.15 Uhr im Hörsaal A 101 im Biozentrum der Universität am Hubland. Gäste sind willkommen, der Eintritt ist frei. Vortragssprache ist Englisch.

    Von einBLICK

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