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    Biozentrum der Universität Würzburg

    Drei neue Kooperationen mit Indien

    21.09.2012

    Mit gleich drei führenden Forschungseinrichtungen in Indien hat die Universität Würzburg soeben Partnerschaftsabkommen unterzeichnet. Sie vertieft damit bereits bestehende Kooperationen in den Bereichen der Lebenswissenschaften, der Raumfahrttechnik und der Mathematik.

    Vertragsunterzeichnungen in Indien

    Die Uni Würzburg hat drei neue Kooperationsverträge in Indien unterzeichnet.

    Im indischen Bangalore hat Universitätspräsident Alfred Forchel drei renommierte Forschungseinrichtungen besucht und mit ihnen neue Kooperationsverträge abgeschlossen. Die vorangegangenen Vertragsverhandlungen wurden tatkräftig unterstützt durch den Biologieprofessor Jürgen Kreft und Stephan Schröder-Köhne von den Graduate Schools sowie Katharina Gerth vom International Office. Der amtierende deutsche Generalkonsul in Bangalore, Hans-Günter Löffler, war bei den Vertragsunterzeichnungen anwesend und würdigte die Bedeutung des Ereignisses in seinen Grußworten, schon vorher hatte er wertvollen Beistand bei der Organisation der Veranstaltung geleistet.

    Der Austausch von Wissenschaftlern, Dozenten und Studierenden sind zentrale Bestandteile der drei Abkommen. Darüber hinaus planen die beteiligten Wissenschaftler gemeinsame Forschungsprojekte, Tagungen und Programme zur Nachwuchsförderung. Die beteiligten Institutionen sind:

    National Centre for Biological Sciences (NCBS) 

    Das NCBS ist Teil des Tata Institute of Fundamental Research (TIFR), einer Gruppe von außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Indien, ähnlich den Max-Planck Instituten in Deutschland, mit sehr großem Renommee. „Grundlagenforschung in den Grenzbereichen der Biologie“ ist die zentrale Aufgabe der Wissenschaftler dort. Das Spektrum der Themen ist groß: Es reicht vom einzelnen Molekül bis zur Systembiologie. Dies deckt sich in weiten Teilen mit den Arbeitsfeldern der Würzburger Biologie.

    Schon jetzt kooperieren die Professoren Erich Buchner und Wolfgang Rößler in den Bereichen Neurobiologie von Drosophila und Neuroethologie sozialer Insekten mit Wissenschaftlern des NCBS.

    Mehr Informationen: http://www.ncbs.res.in/

    Tata Institute of Fundamental Research,
    Centre for Applicable Mathematics (TIFR CAM)

    Das “Centre for Applicable Mathematics” in Bangalore ist ebenfalls ein “Tata Institute of Fundamental Research”. Verschiedenste Aspekte der Angewandten Mathematik zählen zu seinem Spezialgebiet. Im Zentrum der Forschung stehen aktuell diverse Aspekte von Differentialgleichungen. Zukünftig will es verstärkt mit dem Institut für Mathematik der Universität Würzburg kooperieren. Kontakte bestehen dort bereits zu Professor Christian Klingenberg vom Lehrstuhl für Mathematik VI - Angewandte Analysis. Dort hat erst vor kurzem ein Nachwuchswissenschaftler vom TIFR CAM die Arbeit aufgenommen: Dr. Ujjwal Koley wird als Stipendiat der Alexander-von-Humboldt-Stiftung für zwei Jahre in Würzburg forschen.

    Mehr Informationen: http://math.tifrbng.res.in/

    Indian Institute of Science IISc

    Das Indian Institute of Science (IISc) in Bangalore gilt als eine der führenden staatlichen Forschungseinrichtungen in Indien. Gegründet zur britischen Kolonialzeit, nahm es im Jahr 1909 die Arbeit auf. Aus den anfänglich zwei Fakultäten für Chemie und Elektrotechnik wurden inzwischen die beiden Fakultäten für „Science“ und „Engineering“.

    An ihnen arbeiten Lehrstühle und Zentren, an einer Vielzahl von Bereichen der Natur- und der Ingenieurwissenschaften. In folgenden Gebieten wollen das IISc und die Universität Würzburg in Zukunft verstärkt zusammenarbeiten:

    • Luft- und Raumfahrttechnik und Robotik
    • Hochenergie-Physik
    • Ökologie und Zoologie

    Kontakte zum IISc hat bereits Professor Klaus Schilling, Inhaber des Lehrstuhls für Telematik und Robotik. Gemeinsam mit Kollegen aus Bangalore arbeitet er an einem Forschungsprojekt über den Formationsflug von Satelliten. Auch die Physikprofessoren Reinhold Rückl und Werner Porod kooperieren seit langem erfolgreich zu Fragen der Hochenergie-Physik mit Wissenschaftlern des IISc. Professor Ingolf Steffan-Dewenter, Inhaber des Lehrstuhls für Zoologie III, plant ebenfalls Kooperationen mit Wissenschaftlern des indischen Instituts.

    Mehr Informationen: http://www.iisc.ernet.in/

    Von Gunnar Bartsch

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