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    Biozentrum der Universität Würzburg

    Ehrendoktor für Roland Benz

    08.01.2008

    Roland Benz, Mitglied des Lehrstuhls für Biotechnologie an der Universität Würzburg, hat von der Universität Barcelona die Ehrendoktorwürde verliehen bekommen. Die spanische Universität zeichnet ihn damit sowohl für seine Forschung auf dem Gebiet der Membranproteine aus wie auch für sein Engagement im Bereich des studentischen Austauschs.

    Der Rektor der Universität Barcelona, Màrius Rubiralta (links) und Roland Benz. (Foto privat)

    Benz habe mit seiner Arbeit „Einbau, Mechanik und Arbeitsweise der Membranproteine mit großem Können dargelegt“ und seine Forschungsergebnisse hätten sich auf zahlreiche Wissenschaftsgebiete ausgewirkt, angefangen bei der Grundlagenforschung bis hin zur Anwendung in der Klinik, heißt es in der Laudatio.
    Benz sei in seinem Fachgebiet ein anerkannter Wissenschaftler von Weltniveau, der kontinuierlich die Zusammenarbeit mit Forschern aus vielen Ländern gesucht habe. Seine „wissenschaftliche und menschliche Größe“ habe dazu beigetragen, das Leben der Menschen zu verbessern. Als Erasmus-Beauftragter seiner Fakultät habe er sich intensiv und mit großem Engagement für den Austausch zwischen den Universitäten eingesetzt.
    Roland Benz wurde 1943 in Singen geboren. Nach dem Studium der Mathematik, Physik und Chemie an der Universität Würzburg wurde er 1972 an der Universität Konstanz promoviert; dort habilitierte er sich 1977 im Fach Biophysik. Nach einem Heisenberg-Stipendium und Gastprofessuren in den USA und Kanada erhielt er 1986 einen Ruf auf eine C3-Professur am Lehrstuhl für Biotechnologie am Biozentrum der Uni Würzburg.
    Einen Schwerpunkt von Benz’ Forschung an Zellmembranen bildet heute die Frage, wie es Bakterien gelingt, ihre Giftstoffe ins Zellinnere zu transportieren und damit Krankheiten wie zum Beispiel Pest, Typhus oder Cholera auszulösen – Krankheiten, die in der Vergangenheit wiederholt Epidemien ausgelöst und für Massensterben in den betroffenen Regionen gesorgt haben. Auch wenn Epidemien dieses Ausmaßes heute nicht mehr auftreten, ist die Bedrohung durch Bakterien nicht endgültig vom Tisch: Botulinum anthracis produziert beispielsweise Anthrax, Clostridium botulinum stellt mit Botulinumtoxin eine Substanz her, die als das bislang stärkste bekannte Gift gilt. Beides sind Stoff, die zurzeit als potenzielle Waffe von Terroristen gefürchtet sind.
    Schon unter diesem Gesichtspunkt sei die Forschung an Bakterien und an denen von ihnen produzierten giftigen Substanzen von herausragendem Interesse, sagte Roland Benz in seinem Festvortrag in Barcelona. Um sich gegen Anschläge wappnen zu können, sei es notwendig, die Stoffe und ihre Arbeitsweise in den befallenen Zellen zu erforschen. Nur mit diesem Wissen sei es möglich einen Impfschutz oder Medikamente zu entwickeln. Darüber hinaus könnte sich das Bakteriengift möglicherweise beim Einsatz gegen Krankheiten als hilfreich erweisen; in ersten Versuchen habe es sich als wirksames Mittel gegen Krebszellen bewährt.
    Dies beweise die große Bedeutung der Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Struktur und Funktion von Bakteriengiften, so Benz.
    Ansprechpartner: Prof. Roland Benz, Tel.: (0931) 888-4509, E-Mail: roland.benz@uni-wuerzburg.de

    Von aus UNI-INTERN 1/2008

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