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    Biozentrum der Universität Würzburg

    Ein Preis für die Bienenforschung

    05.10.2010

    Bionade unterstützt die Bienenforscher der Universität Würzburg mit 5000 Euro. Ausgezeichnet wird damit das Hobos-Projekt – eine interaktive Lern- und Forschungsplattform, mit der Schüler weltweit das Leben von Bienen kennen lernen und untersuchen können.

    Die Preisträger und die Preisverleiher. Links: Professor Jürgen Tautz, 3. von rechts: Peter Kowalsky. (Foto: Bionade)

    Die Preisträger und die Preisverleiher. Links: Professor Jürgen Tautz, 3. von rechts: Peter Kowalsky. (Foto: Bionade)

    Honigbienen faszinieren: Ob als Lieferanten von Honig und Wachs, als Meister der sozialen Organisation oder als Architekten beeindruckender Wabenkonstruktionen. Die Honigbiene ist in ihrer Existenz jedoch bedroht. Daher setzt sich Bionade für den Schutz dieser „fleißigen Superstars“ aus dem Insektenreich ein und unterstützt zwei Projekte, die sich dem Schutz und der Erforschung der Honigbiene widmen. Eines davon ist die Lern- und Forschungsplattform Hobos der Würzburger Bienenforscher.

    Tiefe Einblicke in das Leben der Honigbiene

    „Das derzeitige Bienensterben stellt eine massive ökonomische wie ökologische Bedrohung und eine Herausforderung für die Forschung dar“, sagt Jürgen Tautz, Professor an der Universität Würzburg und international anerkannter Bienenforscher. Da fast zwei Drittel aller Pflanzenarten auf die Bienenbestäubung angewiesen seien, drohten nicht nur ein massiver Verlust an Artenvielfalt, sondern auch erhebliche Ernteverluste in der Landwirtschaft.

    Unter anderem um die Menschen darüber aufzuklären, haben Tautz und sein Team die weltweit beachtete Lern- und Forschungsplattform Hobos entwickelt. Die Abkürzung steht für Honey–Bee-Online-Studies. „Wenn wir Dinge in der Zukunft verändern wollen, müssen wir heute bei den jungen Menschen beginnen“, sagte Tautz anlässlich der Preisverleihung.

    Daher entwickeln die Würzburger Bienenforscher umfassende pädagogische Angebote für alle Schularten und Altersstufen. In dem Hobos-Projekt können junge „Nachwuchsbienenforscher“ beispielsweise Bienenköniginnen und ihren Staat live via Webcam bei ihrer Arbeit beobachten.

    Der Bionade-Preis

    Eine Auszeichnung für die eigene Tätigkeit war Auslöser für das Engagement des Ostheimer Unternehmens. 2007 hatte die Stiftung für Arbeit und Umwelt der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie seinen Umweltpreis an Bionade verliehen. „Als wir den Preis für das von uns initiierte Projekt ‚Bio-Landbau Rhön‘ erhielten, war klar, dass wir das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro sinnvoll verwenden wollten“, sagt Peter Kowalsky, geschäftsführender Gesellschafter der Bionade GmbH.

    „Da für uns die Themen Regionalität und Erhalt der Artenvielfalt von besonderer Bedeutung sind, unterstützen wir zwei Projekte, die diesen Gedanken ebenfalls aufgreifen“, so Kowalsky. Neben dem Hobos-Projekt erhält die Bio-Imker-Genossenschaft-Rhön die Bionade-Unterstützung.

    Besondere Verbundenheit mit der Biene

    Der Biene fühle sich Bionade in besonderer Wiese verbunden, hob Michael Garvs hervor, Leiter der Abteilung „Nachhaltige Entwicklung“ beim Ostheimer Pionier im Markt der Bio-Limonaden hervor: Um ein alkoholfreies Erfrischungsgetränk auf rein biologische Weise herstellen zu können, müsse „Mutter Natur"“ mit ihren eigenen Mitteln überlistet werden. Denn bei der Fermentation unter rein natürlichen Bedingungen entstehe normalerweise Alkohol, wenn Zucker im Spiel ist. Bei der Fermentation nach dem Brauprinzip werde hingegen der Zucker statt in Alkohol in Gluconsäure umgewandelt. Vorbild für diesen innovativen Prozess sei ein Enzym, das auch im Speichel der Biene vorkommt.

    Lob von der Stiftung Arbeit und Umwelt

    Christian Sprute, Geschäftsführer der Stiftung Arbeit und Umwelt freute sich über diese Wahl und wünschte den innovativen Bienenprojekten eine guten Start. Er hob hervor, dass Bionade die Jury vor allem mit seinem innovativen Projektansatz der Regionalentwicklung überzeugt habe, der auf eindrucksvolle Weise zeige, wie Ökologie, Ökonomie und gesellschaftliche Entwicklung in einer strukturschwachen Region wie der Rhön sinnvoll miteinander verbunden werden können.

    Mehr Informationen zu Hobos: www.hobos-online.de

    Kontakt: Prof. Dr. Jürgen Tautz, T: (0931) 31-84319, tautz(at)biozentrum.uni-wuerzburg.de

    Von einBLICK 5.10.2010

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