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    Biozentrum der Universität Würzburg

    Gute Lehrer

    04.12.2012

    Für ihre hervorragende Lehre hat Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch zwei Dozenten der Universität Würzburg mit dem „Preis für gute Lehre“ ausgezeichnet. Der Biologe Dr. Oliver Geißler und der Chirurg Professor Thomas Germer erhalten in diesem Jahr den mit jeweils 5.000 Euro dotierten Preis.

    Oliver Geißler

    Oliver Geißler: ein begeisternder Biologe

    Er versteht es außergewöhnlich gut, schon in den Grundvorlesungen seine Begeisterung für das Thema an die Studierenden weiterzugeben. Das von ihm gehaltene Tierphysiologie-Praktikum ist anschaulich gestaltet, ausnehmend gut an die Vorlesung angeknüpft und in seiner Organisation und Arbeitsaufteilung vorbildlich. Seine Klausuren gewährleisten eine faire und objektive Notengebung.

    Mit diesem Lob hat die Fachschaftsvertretung Biologie der Universität Würzburg Dr. Oliver Geißler (Foto: privat) für den „Preis für gute Lehre an den staatlichen Universitäten in Bayern 2012“ vorgeschlagen. Geißler ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Verhaltensphysiologie und Soziobiologie (Zoologie 2). Wenn er nicht gerade ausgezeichnet lehrt, erforscht er die Kommunikation in sozialen Insektenstaaten, deren Evolution und die Rolle ökologischer Rahmenbedingungen bei der Entstehung solcher Kommunikationssysteme.

    Was Geißler aus Sicht der Fachschaft noch auszeichnet: „Im persönlichen Kontakt mit den Studierenden zeichnet er sich durch Geduld und die Bereitschaft, auf einzelne Personen einzugehen, aus“, schreiben die Studierenden. Bei persönlichen Problemen oder Schwierigkeiten der Studierenden setze er sich mit diesen „mit hohem persönlichen Engagement“ auseinander und vermittle im Notfall auch unkonventionelle Lösungen.

    Auch der Studiendekan der Fakultät für Biologie, Professor Georg Krohne, hält Geißler für einen hervorragenden Dozenten, der von den Studierenden sehr geschätzt werde, weil er einen klar strukturierten Unterricht abhalte, seine Lehrveranstaltungen sehr gut organisiere und die komplexen Lehrinhalte sehr gut vermitteln könne. Geißler habe die Fähigkeit, Studierende für die Zoophysiologie und die Soziobiologie zu begeistern. „Das ist unter anderem ein Grund, warum viele Studierende dieses Fachgebiet der Biologie vertieft studieren und hier ihre Abschlussarbeit anfertigen wollen“, so Krohne.

    Christoph Germer: ein motivierender Chirurg

    Christoph-Thomas GermerProfessor Christoph-Thomas Germer (Foto: Gunnar Bartsch) ist der zweite Dozent der Universität Würzburg, der in diesem Jahr den Preis für gute Lehre aus der Hand von Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch entgegennehmen durfte. Germer ist seit August 2009 Direktor der Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral, Gefäß- und Kinderchirurgie (Chirurgische Klinik I) und hat „von Beginn an mit großem Elan die Lehre im Fach Chirurgie umgekrempelt und eine studentenfreundliche, innovative Form der Vermittlung seines Faches etabliert“, wie der Studiendekan der Medizinischen Fakultät, Professor Jürgen Deckert, schreibt. Zu dieser „innovativen Form der Vermittlung“ gehören beispielsweise:

    • Die Einrichtung einer Homepage, auf der alle „Unterrichtsmaterialien“ von den Studierenden abgerufen werden können und auf der sich die Möglichkeit für Fragen und Anregungen findet, denen auch zeitnah nachgegangen wird.
    • Live-Schaltungen in den OP, die passend zum jeweiligen Vorlesungsthema ausgewählt werden und die einen direkten Austausch mit dem Operateur ermöglichen.
    • Eine enge Kooperation mit der Anatomie: Durch gemeinsame Vorlesungen mit dem dortigen Lehrstuhlinhaber werden die Grundlagen wiederholt und das Wissen aufgefrischt.

    Damit gelinge es Germer, die Studierenden für sein Fach zu begeistern „und bereits morgens um 8 Uhr (!) den Hörsaal zu füllen“, so der Studiendekan.

    Auch die Fachschaft der Medizinischen Fakultät hat Germers Nominierung für den Lehrpreis unterstützt. Über die oben genannten Punkte hinaus sei Germers gesamtes Team „durch die Erklärung der Lehre zur ‚Chefsache‘ überaus motiviert, den Studierenden die praktischen Aspekte der Chirurgie näher zu bringen“, sagt Fachschaftssprecher Bernhard Löffler. Interessierte Studierende würden in Praktika und Famulaturen gefordert und gefördert und könnten bei zahlreichen Gelegenheiten sich in die Themen der Allgemeinchirurgie einarbeiten.

    „All dies macht Professor Germer zu einem beliebten Lehrenden, der das benötigte Wissen zielgerichtet und erfolgreich vermittelt und dabei immer versucht, auf die Studierenden einzugehen“, so Löffler.

    Der Preis für gute Lehre
    Der „Preis für gute Lehre an den staatlichen Universitäten in Bayern“ wurde vor 14 Jahren ins Leben gerufen und seitdem an 216 Lehrende und vier Arbeitsgruppen verliehen. In diesem Jahr hat Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch 15 Dozentinnen und Dozenten ausgezeichnet. Der Preis soll die Lehrenden dazu anregen, sich für den akademischen Nachwuchs einzusetzen und den Studierenden eine erstklassige Ausbildung zu ermöglichen. Heubisch: „Spitzenqualität in der Lehre stärkt das Wissenschaftsland Bayern. Unser Ziel ist es, die Qualität der Hochschulausbildung in Bayern weiter zu steigern.“

    Von einBLICK

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