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    Biozentrum der Universität Würzburg

    Hobos-Studie bei Fachbetreuertagung vorgestellt

    13.05.2014

    Zum ersten Mal hat die Fachgruppe Didaktik der Biologie der Universität Würzburg die Fachbetreuertagung Biologie der unterfränkischen Gymnasien ausgerichtet. Nach der gelungenen Veranstaltung wollen die Teilnehmer auch in Zukunft zusammenarbeiten.

    Teilnehmer der Tagung beim Drosophila-Experiment (Foto Ruth Freudinger)

    „Wir wünschen uns eine enge Zusammenarbeit zwischen Schulen und Didaktik. So können zum einen Probleme und Anregungen aus den Schulen direkt in den fachdidaktischen Forschungsprozess integriert werden, zum anderen können Ideen aus der Forschung als Impulse an die Lehrkräfte weitergegeben werden.“ Mit diesen Worten begrüßte der Leiter der Fachgruppe Didaktik der Biologie der Universität Würzburg, Dr. Thomas Heyne, die Teilnehmer der Fachbetreuertagung.

    Einmal im Jahr treffen sich auf dieser Tagung alle Fachbetreuer für das Fach Biologie der unterfränkischen Gymnasien und tauschen sich dort über neueste Entwicklungen und Trends rund um den Biologieunterricht aus. In diesem Jahr die Fachgruppe der Didaktik der Biologie der Uni Würzburg das Treffen organisiert. Neben allerhand Informationen rund um die Didaktik der Biologie an der Universität steuerte die Fachgruppe auch praktische Programmpunkte bei.

    Drosophila-Konditionierung als Schülerexperiment

    Hierbei schlüpften die Teilnehmer in die Rolle von Schülern und versuchten die Frage „Können Larven lernen?“ anhand eines Konditionierungsexperiments an Drosophila zur ergründen. Das Experiment ist Teil des von der Fachgruppe initiierten Drosophila-Projekts, bei dem Schüler den naturwissenschaftlichen Forschungsprozess kennen lernen. Die Schulen können dazu das Lehr-Lern-Labor an der Universität besuchen oder einen Experimentierkoffer an der Didaktik ausleihen.

    „Das Experiment kommt direkt aus dem Forschungsalltag der Neurobiologie und hat sich als bestens geeignet erwiesen, den Schülern neben den fachlichen Aspekten den wissenschaftlichen Erkenntnisweg von Hypothese, Experiment und Auswertung näher zu bringen. Es ist daher sehr gut für W-Seminare geeignet“, erläutert der Betreuer des Projektes und Doktorand der Fachgruppe Roland Biernacki.

    Bildungsstudie „HOBOS – das fliegende Klassenzimmer“ gestartet

    Anschließend stellte Biernacki den Teilnehmern sein Promotionsprojekt vor: die Bildungsstudie „HOBOS – das fliegende Klassenzimmer“. HOBOS steht für HOneyBee Online Studies. Professor Jürgen Tautz vom Lehrstuhl für Verhaltensphysiologie und Soziobiologie der Uni Würzburg hat das digitale Schülerlabor vor etlichen Jahren ins Leben gerufen. Es bietet Schülern weltweit Zugriff auf Live-Daten aus einem Bienenstock. Per Webcam und über diverse Sensoren erhalten sie so Einblick in das Leben von Honigbienen.

    In der nun vorgestellten Studie „HOBOS – das fliegende Klassenzimmer“ wird HOBOS empirisch untersucht, um die Angebote für Schüler weiterzuentwickeln und zu verbessern. Das Projekt von Roland Biernacki soll mit dazu beitragen, eine internationale Plattform mit Unterrichtsmaterialien für den fächerübergreifenden, naturwissenschaftlichen Unterricht bereitzustellen, auf die Lehrkräfte jederzeit zugreifen können. Gleichzeitig soll der für die Studie entwickelte Bienen-Experimentiertag über die Lehr-Lern-Labore des MIND-Centers der Universität Würzburg in die Lehramtsausbildung integriert werden. Darüber hinaus erhofft sich die Fachgruppe neue Erkenntnisse zur Konstruktion kompetenzorientierten Unterrichts.

    Weitere Zusammenarbeit geplant

    Nach der Tagung zogen alle Beteiligten ein überaus positives Resümee. Studiendirektor Michael Hunger aus der Dienststelle der Ministerialbeauftragten für die Gymnasien in Unterfranken begrüßte die Zusammenarbeit sehr und regte, gerade im Zusammenhang mit der HOBOS-Studie, weitere Veranstaltungen an, die insbesondere neue fachdidaktische Erkenntnisse in die Schulen tragen könnten. Auch der Fachreferent Biologie Stephan Oberkampf kommentierte abschließend: „ Wir kommen wieder, ganz bestimmt!“

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