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    Biozentrum der Universität Würzburg

    Neue Wege der Tumorbekämpfung

    09.07.2015

    In einer neuen Forschergruppe suchen Wissenschaftler der Universitäten Würzburg und Tübingen nach neuen Tumortherapien, die Therapieresistenzen vermeiden sollen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert das Projekt in den kommenden drei Jahren mit rund drei Millionen Euro.

    Neue Wege der Tumorbekämpfung

    Neue Wege der Tumorbekämpfung

    Krebszellen können nur deshalb wachsen und überleben, weil bestimmte Abläufe in den Zellen grundlegend verändert sind. Beispielsweise ändert sich in Tumorzellen der Energiestoffwechsel, die Signalweitergabe wird beeinträchtigt, und es kommt zum Kontrollverlust über Wachstumsmechanismen der Zelle. Diese Veränderungen genauer zu verstehen und darauf aufbauend verbesserte Tumortherapien zu entwickeln, ist Ziel einer neuen Forschergruppe, die die Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG jetzt genehmigt hat. Mit dieser Strategie sollen insbesondere Therapieresistenzen vermieden werden.

    „Targeting Therapeutic Windows in Essential Cellular Processes for Tumor Therapy“ lautet der Name der neuen Gruppe. Daran beteiligt sind Wissenschaftler der Universitäten Würzburg und Tübingen. Sprecher in Würzburg ist Martin Eilers, Professor für Biochemie und Molekularbiologie am Biozentrum; Tübinger Sprecher ist sein Kollege Professor Lars Zender aus der Sektion für Translationale Gastrointestinale Onkologie in der Medizinischen Klinik des Universitätsklinikums Tübingen. Die DFG finanziert die neue Forschergruppe für zunächst drei Jahre mit 2,9 Millionen Euro.

    Seit Jahren in der Krebsforschung aktiv

    Veränderungen, die normale Körperzellen zu aggressiven Krebszellen werden lassen, stehen seit vielen Jahren im Mittelpunkt der Forschung von Arbeitsgruppen am Biozentrum der Universität Würzburg und am Comprehensive Cancer Center des Universitätsklinikums. Ziel der neuen DFG-Forschergruppe ist es, diejenigen Gene und Proteine zu identifizieren, die für das Wachstum von Tumorzellen essentiell sind und die daher als Angriffspunkte für neue Therapien dienen können.

    Dazu setzt die Forschergruppe neu entwickelte genetische Methoden ein, die es erlauben, innerhalb einer großen Zahl von Genen die für das aggressive Tumorwachstum entscheidenden Gene direkt zu identifizieren. Für diese Techniken ist eine enge Kooperation von Biochemikern und Tumorbiologen, die auf bioinformatisches und bildgebendes Fachwissen zurückgreifen, notwendig. Diese Kooperation wird durch die Förderung nun ermöglicht.

    Mehrfach für Forschungsleistung ausgezeichnet

    Für seine Forschung hat Eilers bereits mehrfach Auszeichnungen erhalten und Drittmittel einwerben können. Erst vor kurzem hat ihm der Europäische Forschungsrat einen „Advanced Grant“ in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro verliehen, mit dem er Tumore des Nervensystems untersuchen kann.

    Kontakt

    Prof. Dr. Martin Eilers, Biozentrum der Universität Würzburg, T (0931) 31-84111, Martin.Eilers@biozentrum.uni-wuerzburg.de

    Von Gunnar Bartsch

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