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    Biozentrum der Universität Würzburg

    Protestlauf zum Luisengarten

    25.10.2010

    Gegen die Kürzung der staatlichen Mittel für die Universität haben am Samstag rund 700 Studierende, Professoren, Dozenten und Uni-Mitarbeiter demonstriert. Vertreter der Hochschulleitung liefen an der Spitze des Protestzuges mit.

    Weniger Geld für die Uni Würzburg bei steigenden Studierendenzahlen: Anlass für die Studierenden, zu einer Protestkundgebung aufzurufen. Foto Robert Emmerich

    Ende September hat die bayerische Staatsregierung den Hochschulen das Geld gekürzt. Die Uni Würzburg muss rund 1,1 Millionen Euro nach München überweisen. 900.000 Euro davon betreffen für das Jahr 2010 zugewiesene Mittel für Forschung und Lehre, Reparaturen, Informationstechnologie und Bauunterhalt, die Ende September vom Kabinett wieder zurückgefordert wurden. . Den Rest muss die Universität durch eine verlängerte Wiederbesetzungssperre aufbringen: Jede Dauerstelle, die frei wird, darf statt nur drei jetzt sechs Monate lang nicht besetzt werden.

    Verschärfend kommt hinzu: „Für das kommende Jahr sind noch um ein Vielfaches höhere Kürzungen im Bildungsbereich in der Diskussion, um in Bayern einen Doppelhaushalt ohne Neuverschuldung zu erreichen“, so Würzburgs Unipräsident Alfred Forchel. Angesichts steigender Studierendenzahlen und der doppelten Abitur-Jahrgänge, die in den nächsten Jahren an den Hochschulen erwartet werden, seien derartige Kürzungen nicht zu verkraften.

    CSU-Tagung war Ziel des Protestlaufs

    Diese Situation ließ am Samstagvormittag rund 700 Studierende, Professoren und Uni-Mitarbeiter dem Aufruf der Studierendenvertretung zu einer Demonstration folgen. Der Zug formierte sich vor der Residenz, sein Ziel war der Saalbau Luisengarten: Dort fand eine Regionalkonferenz der CSU statt. Die Abgeordneten und Lokalpolitiker warteten bereits vor dem Tagungsort, um die Anliegen der Studierenden und der Hochschulleitung anzuhören.

    Forchel und die Studierenden appellierten an die Politiker, sich in München für eine Rücknahme der Mittelkürzungen einzusetzen – und dafür, dass die Bildung auch in den kommenden Jahren nicht zum Opfer von Kürzungen wird. Die Studierendenvertretung und Präsident Forchel überreichten den CSU-Politikern Briefe mit entsprechendem Inhalt.

    „Kürzungen sind ein Weg gegen die Wand“

    Maximilian Fries, studentischer Senator und Mitglied im Sprecher- und Sprecherinnenrat, machte in seiner Ansprache deutlich: Die Studierenden wollen sich Kürzungen nicht gefallen lassen. „Das ist kein Weg in die Merkelsche Bildungspolitik, das ist ein Weg gegen die Wand!“ Für den 17. November kündigte Fries eine weitere Demonstration an, auf der sich Hochschulen und Schulen gemeinsam zu Wort melden wollen.

    Doppelter Abi-Jahrgang ist zu bewältigen

    „Diese Kürzungen treffen uns empfindlich“, so Präsident Forchel. Er forderte die nötigen Mittel ein, um die Anforderungen zu bewältigen, die der doppelte Abitur-Jahrgang mit sich bringe. „Wir können nicht darüber jubeln, dass wir in die eine Tasche etwas bekommen, wenn uns gleichzeitig aus der anderen Tasche etwas weggenommen wird.“ Damit spielte Forchel darauf an, dass der Freistaat den Hochschulen wegen der steigenden Studierendenzahlen zwar ein Ausbauprogramm finanziert, nun aber gleichzeitig an anderer Stelle das Geld kürzt.

    „Bildung hat ein Schwerpunkt zu sein“

    Oliver Jörg stellte sich als „Mitstreiter für die Interessen der Würzburger Uni“ an die Seite der Studierenden. Der Würzburger CSU-Politiker ist Abgeordneter im Bayerischen Landtag. Er sei nicht bereit, die Kürzungen mitzutragen: „In Richtung Staatskanzlei sage ich das hier ganz deutlich: Einen ausgeglichenen Haushalt zu haben, heißt nicht, dass man keine Schwerpunkte setzt. Und Bildung hat ein Schwerpunkt zu sein.“

    Links

    Offener Brief von Universitätspräsident Alfred Forchel an CSU-Politiker (pdf)

    Die Seiten des Sprecherrats

    Von Robert Emmerich

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