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    Biozentrum der Universität Würzburg

    Das große Krabbeln im Lern-Labor

    23.09.2009

    Ganz besondere Projekttage hat Nicole Helmdach für Schüler der Jahrgangsstufe 8 des Wirsberg- und des Röntgengymnasiums gestaltet. An sechs Stationen, die die Lehramtsstudentin im Rahmen ihrer Zulassungsarbeit vorbereitet hat, konnten sie an der Universität Würzburg Experimente mit Ameisen durchführen und deren Kommunikation und Sozialverhalten studieren. Sie konnten aber auch verfolgen, wie diese ihre Arbeit teilen, ihr Nest bauen und für Nahrung sorgen.

    Woran erkennt man die Ameisenkönigin – woran die Arbeiterin: Nicole Helmdach (rechts) erklärt Schülerinnen des Wirsberg-Gymnasiums den Unterschied. Foto: Dominik Wieland

    Die Projekttage sind in Zusammenarbeit mit Dr. Thomas Heyne, Leiter der Fachdidaktik Biologie, und Dr. Oliver Geißler vom Lehrstuhl für Verhaltensphysiologie und Soziobiologie veranstaltet worden. In der Zulassungsarbeit von Nicole Helmdach ging es vorrangig darum, den Wissenserwerb in einem solchen Labor zu erfassen und zu beurteilen.

    Mehr gelernt als im Klassenzimmer

    Dazu wurden Gruppen von Schülern im Lern-Labor unterrichtet. In Vergleichsklassen wurde der gleiche Lernstoff in einem lehrerzentrierten Unterricht an der Schule vermittelt. In beiden Gruppen wurde Vorwissen und neu erworbenes Wissen der Schüler über einen Multiple-Choice-Test erfasst. Die statistische Auswertung ergab, dass die Schüler am außerschulischen Lernort Universität direkt nach der Stoffvermittlung signifikant besser gelernt hatten als die Schüler im Klassenzimmer.

    Wissenserwerb mit vielen Sinnen

    Das weise darauf hin, dass auch das kognitive Lernen im Labor mit lebendigen Tieren, Experimenten und wissenschaftlichen Gerätschaften besser gelinge als nur theoretisch im herkömmlichen Unterricht, sagt Thomas Heyne. Für eine umfassende Beurteilung dieses erfreulichen Ergebisses am außerschulischen Lernort Lehr-Lern-Labor seien aber noch weitere Studien unerlässlich.

    Fürsorgliche Blattschneiderameisen

    Den Schülern im Projekt hatten es die sogenannten Blattschneiderameisen besonders angetan. Die Tiere, die in Süd- und Mittelamerika vorkommen und im Biozentrum der Universität im Labor gehalten werden, leben in Symbiose mit einem Pilz. Für den zerkleinern sie Blätter und füttern ihn regelmäßig damit.

    Weitere Informationen: Dr. Thomas Heyne, T (0931) 31-83789, E-Mail: Thomas.Heyne@biozentrum.uni-wuerzburg.de

    Von Uni Intern Nr. 33, 22 September

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