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    Biozentrum der Universität Würzburg

    Tiere in Kultur und Literatur

    06.06.2012

    Lassie, King Kong, Moby Dick: Diese prominenten Beispiele zeigen die wichtige Rolle, die Tiere in der Kultur und der Literatur spielen. Entsprechend lässt sich in einschlägigen Werken der kulturelle Umgang mit Tieren in verschiedenen Epochen aufdecken. Mit diesem jungen Forschungsgebiet befasst sich im September eine internationale Summer School an der Universität Würzburg. Doktoranden und Postdocs können sich ab sofort für die Teilnahme bewerben.

    Affen sind häufige Hauptdarsteller in Film und Literatur, ob nun in „King Kong“ oder in Franz Kafkas „Bericht an eine Akademie“. Der kulturelle Umgang mit Tieren steht im Mittelpunkt der Würzburger Summer School „Cultural and Literary Animal Studies“. Foto: Alientraveller / Wikimedia Commons

    „Cultural and Literary Animal Studies“, so heißt das Thema der Würzburger Summer School. „Das ist ein Forschungsbereich, der sich zurzeit etabliert. Er fragt nach der historischen und systematischen Position der Tiere in unserer Kultur“, erklärt Professor Roland Borgards, Literaturwissenschaftler von der Universität Würzburg.

    Ganz unterschiedliche Fächer treffen sich auf dem Gebiet der „Tierstudien“. Philosophie, Kunstgeschichte, Film- und Literaturwissenschaft gehören ebenso dazu wie Wissenschaftsgeschichte, Kulturwissenschaft, Biologie, Psychologie, Anthropologie, Geographie, Soziologie und Rechtswissenschaft.

    Zielgruppe der Summer School sind Nachwuchswissenschaftler, die ein einschlägiges Projekt bearbeiten und das junge Forschungsfeld weiter entwickeln möchten. Als Workshopleiter und Vortragende werden laut Professor Borgards durchweg Wissenschaftler eingeladen, die die Grundlagen zu den „Cultural and Literary Animal Studies“ gelegt haben. Für 2012 haben bereits zugesagt: der Soziologe Philippe Descola, der Philosoph Marcus Wild, die Primatenforscherin Julia Fischer und der Literat Marcel Beyer.

    Drei Schwerpunkte bis 2014

    Konzipiert ist die Summer School auf drei Jahre. Ihr Generalthema bearbeitet sie mit drei aufeinander aufbauenden Jahresthemen, die zugleich aber autonom sind und jeweils eigenständige Akzente setzen. In 2012 geht es vom 24. bis 29. September um „Nature, Culture, Agency“. 2013 heißt das Jahresthema dann Politische Zoologie, und 2014 geht es um Zoologische Ästhetik. Diese Themen werden unter anderem in Hauptvorträgen, Debatten und künstlerischen Präsentationen behandelt, die der Öffentlichkeit zugänglich sind.

    Volkswagenstiftung als Förderer

    Roland Borgards veranstaltet die Summer School gemeinsam mit seinen Doktoranden Alexander Kling und Esther Köhring. Die Volkswagenstiftung fördert das Projekt finanziell über drei Jahre hinweg. „So können wir pro Jahr 33 Nachwuchswissenschaftler und zehn Dozenten je eine Woche lang an die Universität Würzburg einladen“, freuen sich die Veranstalter.

    Bewerbungen ab sofort möglich

    Bewerbungen um die 33 Stipendien der Summer School 2012 sind ab sofort möglich. Interessierte schreiben an die Würzburg Summer School for Cultural and Literary Animal Studies, Prof. Dr. Roland Borgards, Alexander Kling, Esther Köhring, 
    netzwerk-clas@germanistik.uni-wuerzburg.de

    Summer School “Cultural and Literary Animal Studies”: zur Homepage

    Von einBLICK

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