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    Biozentrum der Universität Würzburg

    Was mit den Studienbeiträgen passiert

    23.04.2008

    Die Studierenden der Universität Würzburg fühlen sich von der Hochschule überwiegend gut darüber informiert, wofür ihre Studienbeiträge von 500 Euro pro Semester verwendet werden. Das zeigt eine Untersuchung des Lehrstuhls für Marketing der Universität Hohenheim.

    Geldscheine

    Seit dem Sommersemester 2007 muss an den bayerischen Hochschulen fürs Studium bezahlt werden.

    Das Team von Professor Markus Voeth hat an 54 deutschen Universitäten jeweils mindestens 100 Studierende rund ums Thema Studiengebühren interviewt. Schon im Sommer 2007, also erst kurz nach der Einführung der Studienbeiträge in Bayern, gab über die Hälfte der befragten Würzburger Studierenden an, von der Universität Informationen über die Verwendung des Geldes bekommen zu haben.

    Damit steht die Uni gut da, denn im Bundesdurchschnitt war seinerzeit lediglich ein Drittel der Studierenden der Meinung, von der eigenen Hochschule informiert worden zu sein. Nur an sieben anderen Universitäten fühlten sich die Studentinnen und Studenten noch besser mit Informationen versorgt. Die Ergebnisse der Hohenheimer Studie sind im Internet unter www.gebuehrenkompass.de veröffentlicht.

    „Sind die Studiengebühren bereits zur Verbesserung der Lehrbedingungen eingesetzt worden?“ Diese Frage bejahten fast 40 Prozent der Würzburger Studierenden, aber nur rund 20 Prozent im Bundesdurchschnitt. Auch das legt nahe, dass die Würzburger mehr über die Verwendung ihres Geldes wissen als Studierende an anderen Universitäten. Im entsprechenden Ranking landen sie auf Platz sieben.

    Studienbeiträge wurden an den bayerischen Hochschulen zum Sommersemester 2007 eingeführt. Die Würzburger Uni hat sich von Anfang an darum bemüht, ihre Studierenden über die Verteilung des Geldes innerhalb der Universität und über dessen Verwendung aufzuklären: Die Hochschulleitung lud zu einer Informationsveranstaltung ein, auf der Homepage der Uni und in den Medien erschienen Berichte zum Thema, die Abteilung Studium und Lehre der Uni-Verwaltung richtete im WWW spezielle Informationsseiten ein. Anfang 2008 widmete sich die Uni-Zeitschrift Blick schwerpunktmäßig der Verwendung der Studienbeiträge. Auch weiterhin will die Redaktion über Menschen und Projekte berichten, die mit dem Geld der Studierenden finanziert werden und der Verbesserung der Lehre dienen.

    Die Informationsseiten der Uni-Verwaltung für Studierende und die Öffentlichkeit sind hier zu finden. Neben allgemeinen Angaben findet sich dort als herunterladbare pdf-Datei eine Aufstellung über die Verwendung des so genannten 35-Prozent-Anteils der Studienbeiträge. An der Uni Würzburg werden nämlich – nachdem drei Prozent der eingenommenen Summe an den Sicherungsfonds des Freistaates und nochmals circa drei Prozent für den zusätzlichen Verwaltungsaufwand der Universität abgeführt wurden – 35 Prozent der Studienbeiträge für zentrale oder fakultätsübergreifende Projekte verwendet. Der Einsatz dieser Mittel beruht auf den Empfehlungen einer Kommission, in der die Studierenden paritätisch vertreten sind. Um das Geld konnten sich alle Fakultäten sowie Unibibliothek, Rechenzentrum, Verwaltung und Sprachenzentrum bewerben.

    Die restlichen 65 Prozent des Geldes gehen direkt an die zehn Fakultäten. Je mehr Studierende eine Fakultät hat, desto mehr Geld bekommt sie. Wie die einzelnen Fachbereiche mit den Beiträgen die Lehre verbessern wollen, entscheiden sie selbst. Auf den Informationsseiten der Verwaltung stehen darum keine vollständigen Informationen über die Verwendung des 65-Prozent-Anteils. Es wurden aber Links zu denjenigen Fakultäten gesetzt, die über den Einsatz der ihnen zugewiesenen Summe berichten. Das tun bislang allerdings nur die Juristen, Biologen und Wirtschaftswissenschaftler sowie der Bereich Chemie/Pharmazie.

    Die Hohenheimer Wissenschaftler werden ihre Studie in diesem Sommer wiederholen. Im Verlauf des Mai wollen sie laut Professor Voeth die Befragungen durchführen. Voraussichtlich Mitte Juni sollen die Ergebnisse im Internet abrufbar sein unter www.gebuehrenkompass.de

    Von Robert Emmerich

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