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    Biozentrum der Universität Würzburg

    Wildkatzen-Lehrpfad eröffnet

    12.07.2011

    Im Wildpark Klaushof in Bad Kissingen gibt es seit Ende Juni ein Wildkatzengehege mit Lehrpfad. Dessen didaktisches Konzept haben Lehramtsstudierende der Universität Würzburg erarbeitet und umgesetzt. Studierende können auf dem Lehrpfad und im Wildpark nun verstärkt praxisnah mit Schulklassen arbeiten.

    Thomas Renner, Lehramtsstudent der Uni Würzburg, an einer Station des Wildkatzen-Lehrpfades, den er mit seiner Kommilitonin Eva Warmuth konzipiert hat. Wenn die Besucher in die Kästen blicken, erfahren sie mit eigenen Augen den Unterschied zwischen der

    Thomas Renner, Lehramtsstudent der Uni Würzburg, an einer Station des Wildkatzen-Lehrpfades, den er mit seiner Kommilitonin Eva Warmuth konzipiert hat. Wenn die Besucher in die Kästen blicken, erfahren sie mit eigenen Augen den Unterschied zwischen der Sehfähigkeit von Mensch und Wildkatze. Foto: privat

    „Von dem Wildkatzen-Lehrpfad profitieren Schulklassen, Studierende und natürlich auch die Besucher des Parks“, sagt Thomas Heyne, Leiter der Biologie-Didaktik an der Uni Würzburg. Die angehenden Lehrkräfte können sich im Wildpark darauf vorbereiten, Biologie auch außerhalb des Klassenzimmers zu unterrichten. Gleichzeitig steht das didaktisch aufbereitete Angebot den jährlich über 60.000 Besuchern des Parks offe.

    Konzeption von Gehege und Lehrpfad

    Das Wildkatzengehege ist naturnah gestaltet, die Besucher finden sich nach dem Betreten mitten im Lebensraum der scheuen Tiere wieder. Eine Kamera gewährt ihnen Einblick in eines der Verstecke, in die sich die Katzen im Gehege zurückziehen können. Das Jagd- und Fressverhalten der Tiere können die Besucher zu bestimmten Uhrzeiten an einem Beutegreifsimulator erleben.

    Auf dem 300 Meter langen Lehrpfad vermitteln sieben Stationen Wissenswertes über Wildkatzen. Die Lehramtsstudierenden Eva Warmuth und Thomas Renner haben ihn im Rahmen ihrer Zulassungsarbeit unter Anleitung von Thomas Heyne nach neuesten didaktischen Methoden als „Naturerlebnislehrpfad“ konzipiert: Der Besucher wird mit all seinen Sinnen auf die Wildkatze und ihre Umgebung aufmerksam gemacht.

    Warum leuchten die Augen der Katzen in der Dunkelheit? Welche sind ihre bevorzugten Beutetiere? Wie kann man eine Wild- von einer Hauskatze unterscheiden? Wenn der Besucher die Antworten wissen will, muss er an den Stationstafeln selber aktiv werden. Danach kann er überprüfen, ob seine Überlegungen stimmen.

    Mehrwert für die Lehramtsausbildung in Biologie

    Die Biologiedidaktik nutzt den Wildpark Klaushof seit über zwei Jahren zur Ausbildung der Studierenden. Zurzeit entwickeln drei Studierende in ihren Zulassungsarbeiten weitere didaktisch aufbereitete Führungen, zum Beispiel über einheimische Raubtiere. Die Studierenden erproben die Lehreinheiten mit Schulklassen und wirken auch bei Fortbildungen für Lehrkräfte und Veranstaltungen für Laienpublikum mit.

    Gewinn für die Schulen

    Die Studierenden entwickeln bei solchen Projekten ihre Unterrichtskompetenz weiter. Vorteile gibt es aber auch für die Klassen: Sie lernen im Wildpark nach modernen pädagogischen und didaktischen Leitlinien bei gleichzeitiger optimaler Betreuung. Josef Hammerl, Leiter des Staatlichen Schulamtes Bad Kissingen, unterstützt dieses Konzept: Er wird es in Kürze den Schulleitungen im Landkreis vorstellen und empfehlen.

    Gewinn für die Stadt Bad Kissingen

    Das neue Wildkatzengehege und der Lehrpfad wurden Ende Juni eröffnet, bei einer Feier zum 40-jährigen Bestehen des Wildparks Klaushof. Bei diesem Anlass begrüßte Bad Kissingens Oberbürgermeister Kai Blankenburg die Zusammenarbeit des Wildparks mit der Universität Würzburg. Er wies darauf hin, dass – neben der artgerechten Präsentation der Wildtiere – auch ein didaktisch aufbereitetes Informationsangebot wichtig sei. Das mache den Wildpark noch attraktiver für Besucher, besonders für junge Familien und Schüler.

    Unterstützer des Lehrpfad-Projekts

    „Dass dieses umfangreiche Projekt umgesetzt werden konnte, ist nur der guten Zusammenarbeit vieler Institutionen zu verdanken“, sagt Thomas Heyne. Stellvertretend für die Sponsoren und Unterstützer nennt er den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, die Kreisgruppe Bad Kissingen des Bund Naturschutzes sowie Ulrike Geise, Koordinatorin eines LIFE-Projekts der Europäischen Union.

    Erfreut zeigt sich Wildparkleiter Axel Maunz über die Wertschätzung des Projektes durch die Universität: Zur Eröffnung waren Univizepräsidentin Margarete Götz gekommen, die in der Hochschulleitung für den Bereich der Lehramtsausbildung zuständig ist, sowie Georg Krohne, Studiendekan der Fakultät für Biologie.

    Kontakt

    Dr. Thomas Heyne, Leiter der Fachgruppe Didaktik Biologie an der Universität Würzburg, T (0931) 31-83789,
    thomas.heyne@biozentrum.uni-wuerzburg.de

    Von aus einBLICK 12.7.2011

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