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    Biozentrum der Universität Würzburg

    Synagieren gegen den Klimawandel

    25.03.2009

    Studenten und Berufstätige aus zahlreichen Städten Deutschlands haben sich in Würzburg beim ersten "Wirkcamp" zusammengefunden, um innerhalb von drei Tagen die Welt ein bisschen zu verbessern. Sie arbeiteten gemeinsam an konkreten Projekten.

    Pressemitteilung – Bilanz der Auftaktveranstaltung


    Synagieren gegen den Klimawandel


    Synagieren 2009 in Würzburg –  Studenten gründen Initiative für gemeinsames Handeln
    „Viele engagierte Teilnehmer aus ganz Deutschland kamen nach Würzburg, haben viel gelernt und die Welt ein kleines Stück besser gemacht“ – so lautet das Fazit von Sara Leonhardt. Sie ist eine von acht Studenten und Studierten aus Würzburg, Leipzig und Stuttgart, die am vergangenen Wochenende (19. bis 22. März 2009) das „Synagieren Wirkcamp“ an der Julius Maximilians Universität Würzburg ausgerichtet haben.

    Die Zahl der globalen Probleme nimmt zu: Klimawandel, Artensterben, Finanzkrise. Mit dem Wirkcamp wollen die Initiatoren die Gesellschaft aufrütteln – aber im positiven Sinne: Nicht nur die Probleme, sondern vor allem die Lösungsmöglichkeiten wollen sie aufzeigen und dieses Wissen in der Öffentlichkeit verbreiten. „Gerade beim Klima- und Naturschutz ist ja schon längst bekannt, was wir tun müssen, um umzusteuern“, sagt Florian Menzel, einer der Organisatoren des Wirkcamps: „Und wenn wir dieses Wissen öffentlich machen, tut sich hoffentlich etwas – weil die Menschen selbst aktiv werden, sich politisch engagieren und die Lösungen umsetzen.“ So ändert sich das Verhalten des Einzelnen im Alltag!

    Der Name der Veranstaltung ist Programm, denn Synagieren steht für: gemeinsam handeln, um zur Lösung globaler Probleme beizutragen. Nach diesem Prinzip haben die Synagenten, wie sich die Organisatoren selbst bezeichnen, am vergangenen Wochenende aus ganz Deutschland engagierte Menschen zusammengebracht, die in insgesamt fünf Arbeitsgruppen Konkretes bewirkt haben. Und das kann sich sehen lassen: So erarbeitete eine Arbeitsgruppe in Zusammenarbeit mit dem Ing.-Büro Köberlein Maßnahmen, mit denen man das Biozentrum der Uni Würzburg, als Beispiel für ein öffentliches Institut, energieeffizienter machen kann; sie steht  bereits mit der Universitätsleitung in Kontakt, um die Ergebnisse umzusetzen. Eine andere Arbeitsgruppe hat zusammen mit dem Bundesumweltministerium Unterrichtsmaterialien zu globalen Umweltthemen entwickelt sowie ein Konzept dafür, diese an die Schulen zu bringen. Eine dritte Arbeitsgruppe entwickelte eine Strategie und konkrete Hilfsmittel für die Öffentlicharbeitsarbeit von UniSolar e.V. (www.unisolar-netzwerk.de), einem studentischen Verein, der sich für die Installation von Photovoltaikanlagen auf den Dächern von Hochschulen einsetzt. Wie man sich im Dschungel von Zertifikaten und Gütesiegeln im Bio- und Fairhandelsbereich bei Textilien zurechtfindet, hat Arbeitsgruppe vier sich gefragt, und eine wegweisende Homepage (www.fair-zieht-an.de) erstellt. Die fünfte Arbeitsgruppe beim Wirkcamp erarbeitete eine Kampagne, welche die Gesellschaft mit Hilfe von witzig gestalteten T-Shirts auf das rasante Aussterben von Tier- und Pflanzenarten aufmerksam machen soll.
    „Der Schlüssel, etwas zu bewegen, liegt darin, Leute mit unterschiedlichen Fachrichtungen zu vernetzen“, sagt Synagent Denis Engemann, der in Leipzig Psychologie studiert. „Und nach dem Wirkcamp werden wir unsere Ergebnisse langfristig umsetzen.“


    Die Synagenten sind überwältigt von der großen Resonanz ihrer Initiative. Rund 70 Teilnehmer aus ganz Deutschland – Studenten und Berufstätige – haben an dem Wirkcamp teilgenommen und werden nun ihr frisch erworbenes Wissen um ökologische und umweltpolitische Zusammenhänge weiterverbreiten. Besonders begeistert sind sie von der bereitwilligen Unterstützung durch die Universität sowie die Stadt Würzburg. Würzburgs Oberbürgermeister Georg Rosenthal ist Schirmherr der Veranstaltung. Auch das große Würzburger Fachmedienhaus Vogel Business Media fördert das Wirkcamp. „An vielen Stellen haben wir offene Türen eingerannt. Man merkt, dass viele Menschen etwas bewirken wollen und deshalb unsere Initiative unterstützen“, freut sich Menzel. Damit war Würzburg die gelungene Auftaktveranstaltung für weitere Wirkcamps.

    Neben den Arbeitsgruppen bot das Wirkcamp ein hochkarätiges öffentliches Rahmenprogramm an. Vorträge von internationalen Koryphäen rund um Umwelt- und Klimaschutz sowie eine Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Medien im Ratssaal der Stadt Würzburg stießen nicht nur bei den Teilnehmern, sondern auch bei der Öffentlichkeit auf  begeisterte Resonanz. „Die Vorträge haben mich aufgerüttelt und mir noch stärker verdeutlicht, wie wichtig das persönliche Engagement ist“, sagt einer der Teilnehmer.

    „Es war eine tolle Erfahrung, so viele neue Leute kennenzulernen und gemeinsam mit Mitstreitern etwas zu erarbeiten“, resümiert Frank Wenzel, Leiter der Arbeitsgruppe „Unterrichtsmaterialien“. Und auch der Spaß an der Sache kam nicht zu kurz – beim stimmungsgeladenen Benefizkonzert der Göttinger Band Oceana in der Gaststätte Standard. Relevant für das eigene Leben ist schließlich nicht nur der Klimawandel, sondern auch das Klima bei der Party nach dem Wirkcamp.

    Wichtigste Referenten:
    Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen, WBGU
    Prof. Dr. Manfred Niekisch, Direktor des Zoos Frankfurt, Vorstandsmitglied der Tropenwaldstiftung OroVerde, Mitglied der World Commission on Protected Areas der IUCN und Professor (em.) für Internationalen Naturschutz (Uni Greifswald)
    Dr. Anselm Görres, Geschäftsführender Gesellschafter der ZMM Zeitmanager München GmbH und Vorsitzender des Forums ökosoziale Marktwirtschaft (FÖS)

    Weitere Sponsoren und Unterstützer:

    online Redaktion Spektrumdirekt
    Beegroup, Universität Würzburg
    Helmholtz Zentrum für Umweltforschung, Leipzig
    Bettina-Moden, Würzburg
    RWE Dea, Hamburg
    Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (WVV)


    Weitere Informationen: www.synagieren.de
    Fotos und Videos finden Sie unter www.synagieren.de/presse und blog.synagieren.de

    Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
    Sara Leonhardt / Florian Menzel
    Lehrstuhl für Tierökologie und Tropenbiologie
    Universität Würzburg, Biozentrum
    Tel. 0931-888-4356
    E-Mail: info@synagieren.de

     

    Bilder:

    Podiumsdiskussion im Ratssaal der Stadt Würzburg

    AG T-Shirt 1, AG T-Shirt 2, AG T-Shirt 3

    Die Organisatoren 1, Die Organisatoren 2, Die Organisatoren 3

    AG energieeffizientes Biozentrum

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