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    Zentrale Abteilung für Mikroskopie - Imaging Core Facility

    Prompt@NET Gender-Medizin

    Geschlechtsspezifische Medizin

    In der Medizin wurde das Geschlecht lange Zeit nicht als Faktor, der Gesundheit oder Krankheit beeinflussen kann, anerkannt. Als medizinisches Modell diente nur der männliche Körper – und lange galt die Annahme, biologische Prozesse seien bei Frauen gleich. Es gibt jedoch Faktoren, wie z.B. die Geschlechtschromosomen und Sexualhormone, die nicht nur geschlechtsspezifische Funktionen regulieren. Beispielsweise ist bekannt, dass Östrogene und Testosteron unterschiedlichen Einfluss auf das Immmunsystem haben.

    Erst in den 1980er Jahren erfolgte ein Umdenken und die Relevanz des Geschlechts im Zusammenhang mit  biologischen Funktionen wuchs allmählich. Das erste medizinische Fachgebiet, in der die Geschlechtsspezifik bekannt wurde, war die Kardiologie - als man entdeckte, das Frauen bei einem Herzinfarkt andere Symptome zeigen wie Männer. Ende 1990 war es auch Marianne J. Legato, eine amerikanische Kardiologin, die die "sex-und-gender-spezifische Medizin" gründete und sie als diejenige Wissenschaft, die medizinische Unterschiede zwischen den Geschlechtern erforscht, definierte.

    Somit hat die "Gender-Medizin" nichts mit Frauenförderung in der Medizin zu tun. Es geht um die medizinischen, wissenschaftlich messbaren Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Auch wenn bei der "Frauengesundheit", geschichtlich bedingt, viel nachzuholen ist, profitiert auch die "Männergesundheit" von der Gender-Medizin. Beispielsweise gibt es einen Zusammenhang zwischen Testosteronkonzentration und Knochendichte: in den späteren Lebesjahren, wenn der Testosteronspiegel abnimmt, erkranken auch Männer an der als "Frauenkrankheit" bekannten Osteoporose.

    ESF-PROMPTNET Gender-Medizin

    Wir möchten mit unserem Projekt ESF-PROMPTNET Gender-Medizin allen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), die mit der Gesundheit der Menschen in Berührung kommen, den Anstoß geben, sich mit diesem elementaren Thema der Gesundheitsversorgung zu beschäftigen. In unseren Veranstaltungen setzen wir uns mit den medizinischen relevanten Themen auseinander und berücksichtigen dabei die unterschiedliche Biologie der Geschlechter. Wir legen Wert auf die evidenzbasierte und innovative Gestaltung des Wissenstransfers.

    Ein weiterer Schwerpunkt ist die Gesundheitskommunikation. Gerade im medizinischem Bereich ist die Kommunikation zwischen Fachkräften des Gesundheitswesens und Patienten und PatientiInnen von zentraler Bedeutung – in beide Richtungen. Wir beschäftigen uns mit Fragestellungen wie z.B. der unterschiedlichen Beschreibung von Symptomen durch Männer und Frauen und warum die Fackraft auf die korrekte Wortwahl achten muss - abhängig vom Geschlecht des Betroffenen. Teilnehmende werden über geschlechtergerechte Kommunikation von Spezialisten der Medienpsychologie des Instituts für Mensch-Computer-Medien geschult. 

    Profitieren Sie als kleines oder mittleres Unternehmen von unseren Angeboten. Aufgrund der Förderung durch die EU sind alle unsere Veranstaltungen im Rahmen des Projekts für Kooperationsunternehmen kostenfrei.


    Veranstaltungen

    - aktuelle -

    Beim Netzwerktreffen erhalten neue Kooperationspartner einen Rückblick auf die vergangenen Veranstaltungen. Die Kooperationspartner erhalten die Möglichkeit, sich untereinander kennen zu lernen und sich auszutauschen. Wir werden gemeinsam Interessen und Schnittstellen im Bereich der geschlechtsspezifischen Medizin erarbeiten. 

     

    Referenten

    Corinna Frank

    Termin

    voraussichtlich Januar 2020

     

     

    - bisherige -

    Gemeinsam mit dem Experimentier-Netzwerk Living Labs waren wir am 1.10.19 auf der Mainfrankenmesse mit dem Thema "Richtig gehen - die Füße als Aktivposten der Gesundheit" vertreten.

    In vier Workshops mit Herrn Kemmelmeyer von "footnotes" erfuhren die Teilnehmer mehr über

    - die Bedeutung der Füße für unsere Gesundheit,

    - die Rolle des Gehens bei der Prävention von Krankheiten und

    - Vorteile des Barfußgehens.

    Anschließend konnten Sie eine Fuß- und Bewegungsanalyse durchführen lassen und sich beim Begehen des Barfußpfades praktische Tipps für das Barfußgehen geben lassen.

     

    Referenten

    Karlheinz Kemmelmeyer

    Termin

    01.10.2019

    Ort

    Mainfrankenmesse

    Stand der Universität Würzburg

    Halle 1

    Frau Dr. Löffler ist Oberärztin am Interdisziplinären Tagestherapiezentrum des Universitätsklinikum Würzburg und leitet die Sprechstunde für komplementäre Onkologie und integrative Medizin am Comprehensive Cancer Centre Mainfranken.

     Was ist dran am berühmten Männerschnupfen? Welche Rolle spielt der kleine Unterschied in der (komplementären) Onkologie und was bedeutet das für unsere tägliche Arbeit mit Patienten?

    Gemeinsam wurde die aktuelle Studienlage zum Thema betrachtet und Ideen für die Integration von Gender-Aspekten in die Patientenversorgung am Beispiel Komplementärmedizin beleuchtet.

    Referenten

    Dr. med. Claudia Löffler

    Termin

    07.08.2019, 17:00-20:00 Uhr

    Ort

    Seminarraum 205

    Gerda-Laufer-Str. 46

    Campus Hubland Nord

    97074 Würzburg

                         

    Eine besondere Vortragsveranstaltung hat am Mittwoch, 24.7.2019, stattgefunden. Die Kardiologin Prof. Dr. Christiane Angermann betrachtete unter dem Titel "Broken Heart" dieses Thema im Hinblick auf Sex- und Genderunterschiede. Obwohl Suizid, Takotsubo Kardiomyopathie und Depression bei Männern und Frauen unterschiedlich häufig auftreten, gibt es pathophysiologisch betrachtet doch gemeinsame Wurzeln….

    Es wurden interessante Einblicke geliefert und einige Aspekte in einen medizinischen und literarischen Kontext geordnet. Ein aufregender Austausch verschiedener Sichtweisen zu dem Organ des Menschen, das niemanden unberührt lässt: dem Herzen.

     

    Referenten

    Prof. Dr. Christiane Angermann

    Termin

    24.07.2019, 18.00

    Ort

    Seminarraum 205

    Gerda-Laufer-Str. 46

    Campus Hubland Nord

    97074 Würzburg

                                 

    Die Workshop-Reihe "Bewegungsförderung im Alter" beschäftigte sich mit unterschiedlichen Aspekten der Bewegung und des Alterns. Im ersten Teil setzten sich die TeilnehmerInnen mit den theoretischen Grundlagen auseinander. Prof. Billy Sperlich erläuterte die biologischen Vorgänge der Alterns und ihre Konsequenzen für Bewegungsabläufe und -fähigkeit. Die Relevanz der Thematik wurde unter anderem an den vielen Fragen der TeilnehmerInnen deutlich.

    Im zweiten Teil durften die TeilnehmerInnen das Alter selbst spüren: Mit dem Simulationsanzug GERT konnten sie ausprobieren, wie gut sie sich mit 30-40 zusätzlichen Lebensjahren noch bewegen können und welche alltäglichen Bewegungen Probleme machen. Um Bewegungsproblemen im Alter vorzubeugen bzw. Bewegung im Alter zu fördern konnten die TeilnehmerInnen unter Anleitung des Sportwissenschaftlers Philip Kunz konkrete Übungen erlernen.

    Der letzte Teil der Reihe richtete sich konkret nach dem Bedarf der KMU, welche im ersten und zweiten Teil ermittelt wurden. Die Interessenschwerpunkte der KMU kann man unter den Schlagwörtern "Prävention" und "Praxisalltag" zusammenfassen. So beschäftigten sich die TeilnehmerInnen mit fiktiven Personen, für die jeweils Strategien zur Bewegungsförderung gefunden werden sollten, und entwickelten unter Anleitung von Dr. Birgit Sperlich Lösungen für mehr Bewegung im Alltag. Auch wurden Möglichkeiten besprochen, staatlich geförderte Bewegungsförderungsprogramme zu erstellen bzw. Kurse anzubieten.

    Donnerstag, 16.05.2019

    18:00-20:00 Uhr
    Fokus: Forschungsstand

    Donnerstag, 23.05.2019

    17:00-20:00 Uhr
    Fokus: Simulation & Praxis

    Dienstag, 28.05.2019

    17:00-20:00 Uhr
    Fokus: Entwicklung (FuE)

    Flyer als Download.

    Subnetzwerk

    LivingLABs

    Gender-Medizin

    Referenten

    Prof. Dr. Billy Sperlich, Dr. Birgit Sperlich, Philip Kunz

    Termin

    16.05.2019 18:00-20:00

    Ort

    Sportzentrum der Universität, Mergentheimer Str. 76, 9782 Würzburg

    Coaching zu geschlechtstypischen Kommunikationssituationen im Gesundheitsbereich

    In dieser Veranstaltung werden die Zusammenhänge zwischen Gender und Geschlecht sowie Kommunikation betrachtet. In Rollenspielen und Kommentaren dazu erläutert und reflektiert. Dabei betrachten wir Kommunikation als Prozess der auf nonverbaler, paraverbaler und verbaler Ebene stattfindet. Empirische Studien zeigen, dass Männer und Frauen hier teilweise recht ähnlich kommunizieren, teilweise jedoch doch auch sehr unterschiedlich. Geschlechtstypische kommunikative Muster werden herausgearbeitet und beschrieben und in den Rollenspielen am eigenen Leib erfahrbar gemacht und reflektiert.

    Wir bitten um verbindliche Anmeldungen mit Namen aller Teilnehmenden bis zum 19.04.2019 an laura-sofia.colon@uni-wuerzburg.de.

     

    Referenten

    Prof. Frank Schwab

    Termin

    25.04.2019, 16.30 - 19.30 Uhr

    Ort

    Zentrum für Mediendidaktik (Geb. Z9, Raum 005), Theodor-Boveri-Weg

     

    Am 13.03.2019 startete das Format „Gender-Medizin in der Praxis“. In dieser Veranstaltungsreihe haben KMU die Chance, sich und ihr Unternehmen vorzustellen. Natürlich liegt auch hier der Fokus auf den geschlechtsspezifischen Unterschieden und die Relevanz dieser Unterschiede in der Praxis.

    Den Auftakt gab Herr Kemmelmeyer von Sports Activities. Er sprach über unser wichtigstes Standbein, den Fuß.

    Füße sind eines unserer komplexesten Körperteile - sie gehören zu unseren zentralen Sinnesorganen und wirken ganzheitlich. Herr Kemmelmeyer erläuterte, welche Bedeutung Füße für unsere Gesundheit haben und welche Rolle das Laufen bei der Prävention von Krankheiten spielt. Obwohl der Fuß eine wichtige Rolle für unsere Gesundheit spielt, sind die Unterschiede zwischen Männern und Frauen beispielsweise beim Laufen kaum erforscht. Dennoch klagt weit über ein Drittel aller Erwachsenen über Fußprobleme. Während der angeregten Diskussion wurde deutlich, wie wichtig die Aufklärung und Forschung über geschlechtsspezifische Medizin sind und das noch sehr viel Handlungsbedarf besteht.

    Referenten

    Karlheinz Kemmelmeyer

    Termin

    14.03.2019, 17:00-20:00 Uhr

    Ort

    Seminarraum 205, Gerda-Laufer-Str. 46, Campus Hubland Nord

    Zum ersten Mal fand die Kompaktreihe "Uni-Lern-Labor - Theorie & Praxis" zum Thema „Geschlechtsspezifische Unterschiede bei der seltenen Erkrankung fazioskapulohumerale Muskeldystrophie (FSHD) im Biozentrum der Universität Würzburg statt.

    FSHD ist die dritthäufigste vererbbare Muskeldystrophie –eine/r von 25.000 in Europa ist betroffen. Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern äußern sich bei dieser Krankheit im Krankheitsverlauf wie auch bei der Therapie.

    Am Vormittag lernten die Teilnehmenden den theoretischen Hintergrund dieser Krankheit: Entstehung, Ursachen, Verlauf und Therapie, wie auch die Ansätze der Forschung:  Prof. Dr. Marie-Christine Dabauvalle erläuterte welche Fragestellungen mit welchen Methoden beantwortet werden können und wie man geschlechterspezifische Unterschiede untersucht. Prof. Dabauvalle ist Professorin für Zellbiologie in der Zentralen Abteilung für Mikroskopie am Biozentrum der Universität Hubland. Sie erforscht die zellulären Mechanismen der Entstehung dieser Krankheit.

    Am Nachmittag folgte der zweite praktische Teil der Kompaktreihe. Im Labor von Frau Dabauvalle führten die teilnehmenden Unternehmen der regionalen Gesundheitsbranche unter Anleitung Experimente durch und lernten wichtige Herangehensweisen und Denkmuster der Forschung kennen.

    Referenten

    Prof. Marie-Christine Dabauvalle, Corinna Frank

    Termin

    19.01.2019, 9:00-17:00

    Ort

    A104, Biozentrum

     

    Die Gender-Medizin befasst sich mit geschlechtsspezifischen medizinischen Unterschieden , wie beispielsweise unterschiedlichen Symptomen für einen Herzinfarkt bei Männern und Frauen. Auf dem Gebiet der Gender-Medizin ist noch viel Forschung nötig, die Erkenntnisse sollten schnell ins Gesundheitswesen transferiert werden. Beim Netzwerktreffen erhielten Kooperationspartner einen ersten Überblick und  arbeiteten gemeinsam ihre Interessen und Schnittstellen im Bereich der geschlechtsspezifischen Medizin aus.

    Referenten

    Laura-Sofia Colón

    Termin

    13.12.2018, 17:00-20:00 Uhr

    Ort

    Seminarraum 205, Gerda-Laufer-Str. 46, Campus Hubland Nord

    Vorstellung des Wissenstransferprojektes "Prompt@NET" im Rahmen der 4. Fachveranstaltung für Arbeitgeber in Mainfranken.

    Referenten

    Prof. Marie-Christine Dabauvalle, Prof. Frank Schwab

    Termin

    18.10.2018, 12:30-17:00

    Im Anschluss an die Auftaktveranstaltung von Prompt@NET stellte Prof. Dr. Marie-Christine Dabauvalle ihr Forschungsgebiet, die seltene Erkrankung FSHD, den Workshopteilnehmenden. Im Anschluss gab es die Gelegenheit, das Labor von Prof. Dabauvalle im Biozentrum zu besuchen und dort Einblicke in den Alltag eines/einer WissenschaftlerIn zu erhalten. Im Rahmen des Workshops von Prof. Schwab bearbeiteten die Teilnehmer unter Anleitung Fragebögen zu beispielhaften Themen (Stress, Coping, etc.) und bekamen Informationen zu Auslösern in der Arbeitswelt und digitalen Medien, wie auch zu deren Bewältigung.

    Referenten

    Prof. Marie-Christine Dabauvalle

    Termin

    10.10.2018, 13:30 - 15:30 Uhr

    Ort

    Zentrales Hörsaal- und Seminargebäude 6 - Z6, Campus Hubland Süd

    Vorstellung des Wissenstransferprojektes "Prompt@NET" im Rahmen der Postersessions des 40. International Meeting der Deutschen Gesellschaft für Zellbiologie (DGZ).

    Referentin: Corinna Frank

    Vorstellung des Wissenstransferprojektes "Prompt@NET" im Rahmen der Postersessions der Konferenz "Life at the edge: The nuclear envelope in nucleocytoplasmic transport and genome organization" der Deutschen Gesellschaft für Zellbiologie (DGZ).

    Referentin: Corinna Frank


    Wer wir sind

    Projektverantwortlich sind Prof. Dr. Marie-Christine Dabauvalle als Teilprojektleiterin aus der Biologie und  Prof. Dr. Frank Schwab aus der Medienpsychologie.

    Marie-Christine Dabauvalle ist Professorin für Zellbiologie in der Zentralen Abteilung für Mikroskopie und forscht an der seltenen Erkrankung fazioskapulohueraler Muskeldystrophie (FSHD). Bei dieser Krankheit gibt es Unterschiede zwischen Männern und Frauen in der Ausprägung der Symptome wie auch in der Therapie. 

    Frank Schwab ist Inhaber der Lehrstuhls für Medienpsychologie am Institut Mensch-Computer-Medien und untersucht u.a. evolutions- und emotionspsychologische Aspekte der Massen- und Individualmedien. Im Projekt ist er mit den Aufgaben der Gesundheitskommunikation betraut und fokussiert dabei auch auf geschlechtstypische kommunikative Zusammenhänge. 

    Weitere Beteiligte an diesem Projekt sind Andrea BährDr. Astrid Carolus, Laura Colón, Dr. Isabel Fraas, Corinna Frank, Frederik Heim, Ricardo Münch, Florian Schneider


    Kontakt

    Corinna Frank

    Biozentrum der Universität Würzburg
    Zentrale Abteilung für Mikroskopie
    Am Hubland, 97074 Würzburg


    Telefon: (0931) 31-89525
    E-Mail: corinna.frank@uni-wuerzburg.de

     

    Weitere Informationen über das Projekt finden Sie auf den Seiten der Projektleitung .

    Aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) werden Fördermittel für Bildungs-, Ausbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen vergeben, um die Beschäftigungschancen der Menschen in Europa zu verbessern. Im Hochschulbereich steht die verbesserte Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft im Mittelpunkt der Förderung.