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    Lehrstuhl für Neurobiologie und Genetik

    Felix Frantzmann

    Zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein ist für alle Tiere unerlässlich. Die innere Uhr hilft ihnen dabei sich periodischen Änderungen in Ihrer Umwelt anzupassen, da viele Umwelteinflüsse zirkadianen Rhythmen unterliegen. Tiere sind beispielsweise bei der Suche nach Futter oder Paarungspartner und der Vermeidung von Kontakten mit Fressfeinden darauf angewiesen, sich nach der Tageszeit zu richten. Ebenfalls führt die Fähigkeit von Tieren sich an wichtige Ereignisse zu erinnern, welche in Ort und Zeit variieren, zu evolutionären Vorteilen. Für den genetisch manipulierbaren Modellorganismus Drosophila melanogaster konnte gezeigt werden, dass Fliegen sowohl räumliche Erinnerungen als auch tageszeitabhängige olfaktorische Gedächtnisse (Zeit-Geruch-Erinnerungen) ausbilden können und dass Gedächtnisprozesse allgemein durch die zirkadiane Uhr moduliert werden können.

    Ziel meiner Doktorarbeit ist es zu verstehen, wie zeitliche Informationen, von der inneren Uhr kommend, in Gedächtnisprozesse integriert werden. Dafür möchte ich untersuchen, wie zeitliche Informationen in zeitabhängige olfaktorische Gedächtnisse integriert werden. Gleichzeitig möchte ich die Integration von Zeitinformationen in räumliche Gedächtnisse untersuchen und herausfinden, ob Drosophila Zeit-Ort-Gedächtnisse ausbilden kann, oder ob räumliche Gedächtnisse durch die innere Uhr moduliert werden und somit über den Tag gesehen unterschiedlich stark ausgeprägt vorkommen. Zeit-Ort-Gedächtnisse sind bereits in anderen Insekten (Biene, Ameise) und Vertebraten (Maus, Ratte) beschrieben, jedoch würde die Möglichkeit zur genetischen Manipulation von Drosophila in diesem Zusammenhang erstmals die Beschreibung neuronaler Grundlagen von Zeit-Ort-Gedächtnissen im Detail erlauben.

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