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    Lehrstuhl für Tierökologie und Tropenbiologie

    Schwammspinner

    Welchen Einfluss haben Schwammspinner und das Insektizid Mimic auf Nicht-Zielorganismen, wie Tag- und Nachtfalter, Vögel und Fledermäuse?

    Beschreibung

    Die Bekämpfung des Schwammspinners in Eichenmischwäldern ist in jedem Jahr einer Massenvermehrung Gegenstand einer öffentlichen Diskussion. Einerseits können hohe Dichten der Schwammspinnerraupen zu Kahlfraß an Eiche und auch an anderen Baumarten führen. Dieser soll durch eine rechtzeitige Bekämpfung vermieden werden, um Waldbesitzer vor Schäden bis hin zu Bestandeszerstörungen zu bewahren. Andererseits sind Eichenmischwälder sehr artenreich und es kommen in ihnen eine Vielzahl bedrohter Tag- und Nachtfalter, Vögel und andere Arten vor, so dass die Sorge besteht, dass diese kurz- oder auch längerfristig unter einem Insektizideinsatz leiden. Es gibt bisher noch zu wenige Studien, die die kurz- und längerfristigen Auswirkungen auf Nichtzielorganismen zwischen unbekämpften Flächen (mit hoher Schwammspinnerdichte) und bekämpften Flächen (mit reduzierter Schwammspinnerdichte) vergleichen. Die Wechselwirkungen zwischen Schwammspinnerdichten, standörtlichen Gegebenheiten, dem gewählten Management und den Reaktionen der Eichenwälder und ihrer Lebensgemeinschaften können dabei nur in Jahren einer Massenvermehrung untersucht werden, wie sie für die nächsten Jahre erwartet wird.

    Dauer

    ab 2018

    Gefördert durch

    Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten