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Lehrstuhl für Entwicklungsbiochemie

Wilms Tumor Biobank

Im Rahmen der SIOP/GPOH-Studie betreiben wir die Tumorbank für pädiatrische Nierentumoren in Deutschland. Ziel ist es, möglichst von jedem in Deutschland behandelten Patienten Material für Forschungszwecke zu sammeln. In der Mehrzahl sind dies Wilms-Tumore (Nephroblastome). Die Überlebensrate ist bei adäquater Therapie mit über 90% sehr gut, jedoch wird weiter nach Möglichkeiten zur Behandlung von Hochrisiko-Patienten bzw. Möglichkeiten zur Therapiereduktion gesucht. Über eine enge Kooperation mit dem pathologischen Referenzzentrum und der klinischen Studienleitung ist die Tumorbank integraler Bestandteil der Studie. Die große Probenzahl der Tumorbank ermöglicht die Suche nach molekularen Ursachen, prognostischen Markern und potentiellen neuen Therapiekonzepten, die zur Behandlung des Nephroblastoms beitragen können.

Durch eine enge Zusammenarbeit mit vielen Kinderkliniken und Pathologen im Rahmen der Deutschen Wilms-Tumor-Studie und mit europäischen Partnern (SIOP-RTSG, Société Internationale d'Oncologie Pédiatrique Renal Tumour Study Group) können wir ausreichend Material und Daten auch von selteneren Tumoren, wie z.B. Rhabdoidtumore der Niere, Klarzellsarkom oder zystisches Nephrom, analysieren.

Kurz-Anleitung:

  • nach Möglichkeit Fotos und Dokumentation der Entnahmestellen
  • entsprechende Beschriftung der Röhrchen
  • Einsendebogen ausfüllen
  • schockgefrorenes Tumor-Material auf Trockeneis in Tumor-Box
  • gefrorenes Nierengewebe oder Blut (KEIN Heparin) als Kontrolle
  • Tumorgewebe nativ in NaCl/RPMI/DMEM/…, Transport ungekühlt AUF Tumor-Box oder gesondert
  • Übernacht-Versand der Tumor-Box mit Trockeneis (Tumor + ggf. Nierengewebe) bzw. in Vertiefung (vitaler Tumor + ggf. Blut)
  • KEIN Versand freitags, da samstags keine Anlieferung