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Lehrstuhl für Global Change Ecology

Erfolgreiche erste drei Jahre für die Forschungsgruppe „Ober-unterirdische Interaktionsökologie“

29.04.2026 |

Juniorprofessor Malte Jochum und seine Forschungsgruppe Ober-unterirdische Interaktionsökologie haben ihr drittes Jahr an der JMU Würzburg abgeschlossen. Nach der erfolgreichen Zwischenevaluation der Juniorprofessur Ende 2025 blicken wir auf drei erfolgreiche Jahre zurück und geben einen Ausblick auf die kommenden Entwicklungen.

Vor drei Jahren, im Mai 2023, gründete Malte Jochum seine Forschungsgruppe „Ober-unterirdische Interaktionsökologie“ an der JMU Würzburg. Seine Tenure-Track-Juniorprofessur ist auf 3 + 3 Jahre angelegt und umfasst eine Zwischen- sowie eine Abschlussevaluation nach zwei bzw. fünf Jahren. Nach bestandener Zwischenevaluation Ende 2025 feiert die Gruppe nun ihr dreijähriges Bestehen an der JMU Würzburg. Es waren drei spannende und  erfolgreiche Jahre!

Die Gruppe ist inzwischen auf drei in Würzburg ansässige sowie einen in Leipzig angesiedelten, gemeinsam betreuten Doktoranden angewachsen. Die Promotionsprojekte beschäftigen sich mit unterschiedlichen Stressoren des globalen Wandels und deren Auswirkungen auf die ober- und unterirdische Biodiversität sowie die Funktionsfähigkeit von Grünlandökosystemen. Darüber hinaus wurden zahlreiche Bachelor- und Masterarbeiten betreut, beispielsweise zu Reaktionen von Regenwürmern auf unterschiedliche Mahdregime im Grünland oder zu Veränderungen ober- und unterirdischer Lebensgemeinschaften entlang von Höhengradienten in den deutschen Alpen.

Gemeinsam mit der Arbeitsgruppe „Angewandte Biodiversitätsforschung“ unter der Leitung von Nadja Simons wurden ein Labor sowie die Infrastruktur zur Extraktion von Bodenfauna aufgebaut, sodass inzwischen eine beachtliche Anzahl an Boden- und Arthropodenproben bearbeitet werden kann. Die Gruppe engagiert sich zudem aktiv in der Lehre, insbesondere in den Bereichen Naturschutzbiologie und Bodenökologie.

Am neu etablierten Lehrstuhl für Global Change Ecology unter der Leitung von Christian Hof hat sich die Gruppe hervorragend integriert. Gemeinsame wöchentliche Meetings, Kaffeepausen sowie soziale Aktivitäten wie Filmabende, Exkursionen und Retreats prägen die Zusammenarbeit. Im Jahr 2025 wurden Malte und KollegInnen mit zwei Preisen für Wissenschaftskommunikation ausgezeichnet, insbesondere für ihre Arbeit zur Vermittlung von Bodenbiodiversität an Kinder weltweit.

 

Die Forschung profitiert stark von Kooperationen mit KollegInnen in Würzburg, Deutschland und international. Besonders hervorzuheben sind Kooperationen mit den Biodiversitäts Exploratorien, der Global Change Experimental Facility, dem iDiv in Leipzig, dem Nationalpark in Berchtesgaden und dem UFS Schneefernerhaus sowie Partnern in Neuseeland und den USA.

 

Die Gruppe arbeitet kontinuierlich daran, ihre Drittmittelfinanzierung über das aktuell laufende DFG-Projekt hinaus auszubauen. Derzeit wird beispielsweise ein DFG-Antrag zur Untersuchung von ober- und unterirdischer Biodiversität und Ökosystemfunktionen unter Habitatfragmentierung und Saatgutzugabe in experimentellen Grünlandsystemen in den USA geprüft. Darüber hinaus ist die Gruppe an der Vorbereitung zweier DFG-Sonderforschungsbereiche beteiligt – einer zum Einfluss der globalen Erwärmung auf Insekten und ein weiterer zum einfluss multisensorischer Stressoren auf Arthropoden im Grünland. Gemeinsam mit Würzburger KollegInnen wird zudem ein Verbundantrag zur Biodiversität in Solarparks erarbeitet.

Schließlich leitet Malte die DeerForest-Initiative zur Vorbereitung eines DFG-Forschungsgruppenantrags, der sich mit den Auswirkungen von Rehen auf die Biodiversität und Funktionsfähigkeit temperater Waldökosysteme beschäftigen wird.

Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung durch KollegInnen, Verwaltung, Universität und unsere KooperationspartnerInnen in den vergangenen drei Jahren und freuen uns darauf, unsere Forschungs- und Lehraktivitäten in den kommenden Jahren gemeinsam weiter auszubauen.