BadBug
Projektüberblick
BugNet ist ein globales kollaboratives Forschungsnetzwerk, das die Bedeutung und Wirkung von wirbellosen Herbivoren und pathogenen Pilzen auf Pflanzengemeinschaften und Ökosysteme untersucht. Das Netzwerk verfolgt das Ziel, besser zu verstehen, wie stark diese Konsumentengruppen ökologische Gemeinschaften prägen und wie kontextabhängig ihre Effekte entlang von Umweltgradienten sind.
Hintergrund des Projekts ist, dass viele theoretische Arbeiten vorhersagen, dass sich die Wirkung von Konsumenten entlang von Umweltgradienten verändert. Diese Wirkung hängt wahrscheinlich von abiotischen Bedingungen auf großen räumlichen Skalen ab, etwa von Klima, Breitengrad, Höhenlage oder Produktivität, aber auch von kleinräumig wirkenden Faktoren wie Pflanzendiversität, Bodenfruchtbarkeit oder der Häufigkeit von Prädatoren.
Hintergrund
Bislang ist nur unzureichend verstanden, wie sich Konsumentengemeinschaften und ihre Wirkung entlang solcher Umweltgradienten verändern. Bestehende Studien unterscheiden sich oft stark in ihrer Methodik, was allgemeine Aussagen über größere räumliche Skalen erschwert.
BugNet reagiert auf diese Wissenslücke mit einem vergleichenden Ansatz, der auf standardisierten Protokollen über viele Standorte hinweg basiert. Gerade mit Blick auf globale Umweltveränderungen wie Klima- und Landnutzungswandel ist dieses Verständnis wichtig, um vorherzusagen, wie sich Konsumentengemeinschaften und ihre ökologische Funktion verändern.
Ziele
BugNet verfolgt zwei zentrale Ziele:
- Erhebung von Daten zu funktionellen Merkmalen von Pflanzen- und Wirbellosengemeinschaften, um zu untersuchen, wie sich die funktionelle Zusammensetzung wirbelloser Gemeinschaften entlang abiotischer und biotischer Gradienten verändert.
- Aufbau identischer Ausschlussexperimente für wirbellose Herbivoren und pilzliche Pathogene, um die Reaktionen von Pflanzengemeinschaften und Ökosystemen auf Insekten, Mollusken und pathogene Pilze in einer breiten Palette krautdominierter Ökosysteme zu quantifizieren.
Diese reichen von Wüstengrasländern über arktische Tundra bis hin zu Heiden und mediterranen Strauchlandschaften.
Ansatz
Der zentrale methodische Ansatz von BugNet besteht darin, vergleichbare Ausschlussexperimente über viele Standorte hinweg mit standardisierten Protokollen durchzuführen. Auf diese Weise lassen sich Unterschiede in der Wirkung von Konsumentengruppen systematisch erfassen und zwischen Regionen und Umweltbedingungen vergleichen.
Damit schafft das Netzwerk die Grundlage, um die Bedeutung biotischer Interaktionen besser zu verstehen und ihre Abhängigkeit vom jeweiligen Umweltkontext mechanistisch zu untersuchen.
Einbindung des Projekts
Das Projekt ist in das internationale Netzwerk BugNet eingebunden, das von der University of Bern, dem WSL Institute for Snow and Avalanche Research SLF und dem Oeschger Centre for Climate Change Research (OCCR) getragen wird.
Für die Würzburger Projektseite kann dieser Netzwerkbezug genutzt werden, um die Einbindung in ein größeres internationales Forschungsumfeld sichtbar zu machen. Wenn es sich bei BadBug um den lokalen oder standortspezifischen Beitrag zu diesem Netzwerk handelt, sollte das auf der finalen Seite noch explizit ergänzt werden.
Projektinformationen
| PI: | Prof. Dr. Malte Jochum |
| Subject: | Herbivores and plant pathogens |
| Study site: | BadBug Experiment in Bad Lauchstädt |
| Funding: | NA |
| Duration: | since 2021 |
| Collaborators: | Dr. Lotte Korell, Prof. Dr. Nico Eisenhauer, Dr. Martin Schädler, Harald Auge |
| Staff: | Ioannis Constantinou (PhD candidate; iDiv, Leipzig University) |
| Links: | https://www.bug-net.org/ |




