Professur Wegener
Unsere Arbeitsgruppe erforscht die Rolle neuroendokriner Peptide bei der zirkadianen Steuerung von Verhalten, Stoffwechsel und Entwicklung und ihrer Bedeutung für die Anpassungsfähigkeit von Insekten an eine sich täglich verändernde Umwelt
Neuropeptide sind die vielfältigste Gruppe neuronaler Botenstoffe. Sie wirken als Neuromodulatoren oder neuroendokrine Hormone. Auch nicht-neuronale endokrine Zellen im Darm und anderen Geweben können Neuropeptide hormonell ausschütten. Insbesondere das circadiane System stützt sich auf peptiderge Signale, um Verhalten, Physiologie und Entwicklung körperweit zeitlich zu koordinieren.
Mithilfe peptidomischer Techniken hat unsere Gruppe einen Beitrag zur chemischen Charakterisierung von neuroendokrinen und Gehirn-Darm-Peptiden von Insekten und deren posttranskriptioneller Prozessierung geleistet.
Aktuell liegt unser Forschungsfokus auf den Mechanismen, die der zirkadianen Steuerung der Entwicklung und des Schlupfs (Eclosion) von Insekten zugrunde liegen, sowie der Rolle von Neuropeptidhormonen bei der Kommunikation zwischen zentralen und peripheren Uhren bei der Steuerung der Nahrungsaufnahme und des Energiestoffwechsels. Das große Ziel ist, ein systemisches Verständnis der zirkadianen Regulation des neuroendokrinen Systems und seiner Funktionen zu erlangen.
Unser Hauptmodell ist die Taufliege Drosophila, die es uns ermöglicht, leistungsstarke genetische Werkzeuge, Konnektomik, Bildgebung und automatisierte Verhaltensanalysen einzusetzen.
Wir sind Mitglied bei DrosEU und Incite




