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    Biozentrum der Universität Würzburg

    Studierende erklären die Welt des Bibers

    27.10.2016

    Im September haben zwei Biber das größte Freigehege Bayerns im Wildpark Klaushof bei Bad Kissingen bezogen. Die Biologiedidaktik der Universität Würzburg konzipierte über zweieinhalb Jahre den dazu passenden Biberlehrpfad, der über das größte Nagetier Europas aufklärt.

    Auch ein Quiz gehört zum Biberlehrpfad, den Studierende der Uni Würzburg entwickelt haben. (Foto: Stadt Bad Kissingen © Mario Selzer)

    Auch ein Quiz gehört zum Biberlehrpfad, den Studierende der Uni Würzburg entwickelt haben. (Foto: Stadt Bad Kissingen © Mario Selzer)

    Die beiden Biber leben bereits seit August 2016 im Tierpark, beim Klaushof-Fest im September konnte das Gehege mit Gästen, Tierparkmitarbeitern und offiziellen Vertretern aus der Politik wie Dr. Christian Barth, dem Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz, eingeweiht werden. Die Besucher können die zwei Vertreter der größten Nagetiere Europas im Wasser, auf einem künstlichen Damm und in der begehbaren Biberburg beobachten.

    Hauptprojektträger sind der Bund Naturschutz, der Landkreis Bad Kissingen sowie der Förderverein des Wildparks, die für die Umsetzung 575.000 Euro aus dem Bayerischen Naturschutzfonds erhielten. Hiervon standen der Biologiedidaktik für Konzeption und Realisierung des didaktischen Konzeptes rund 80.000 Euro zur Verfügung. 13 Lehramtsstudierende der Biologie haben im Rahmen ihrer schriftlichen Hausarbeiten die didaktische Ausarbeitung übernommen

    Auf spielerische Art lernen

    An verschiedenen Stationen und auf verschiedenen Ebenen der „Biber-Baustelle“ können Besucher nun auf spielerische Art und Weise etwas über Biber lernen. „Durch intensive Informationsdichte und spielerisch motivierende Aktivitäten werden besondere Anpassungen des Bibers an seinen Lebensraum und seine Bedeutung in Natur und Kultur vermittelt“, sagt Thomas Heyne, Leiter der Biologiedidaktik an der Universität Würzburg. Bereits seit 2008 liefert die Uni Konzepte, didaktisch hochwertige Umweltbildung am außerschulischen Lernort Wildpark zu bieten.

    Im Klaushof erfolgt die Auseinandersetzung mit dem Biber auf drei Ebenen: Die erste besteht klassisch aus Präsentationstafeln. So erfährt der Besucher beispielsweise alles Relevante zum Aussehen, der Lebensweise, den Spuren oder auch der Geschichte der Ausrottung und Wiederansiedlung. Weiterer Schwerpunkt ist das bayerische Bibermanagement, denn der Biber leistet für uns Menschen Großartiges wie Hochwasserschutz, Düngemittelabbau oder Artenvielfalt, verursacht aber auch Probleme, beispielsweise durch Überschwemmung von Feldern, Fällung von Bäumen, Untergrabung von Straßen oder auch Fraß an Kulturpflanzen.

    Multimediale Elemente geplant

    Die zweite Ebene findet sich in unmittelbarer Nachbarschaft der Tafeln und besteht vorwiegend aus „Hands-on-Exponaten“. Es geht nun darum, dass man sich aktiv und spielerisch mit den vorher angesprochenen Inhalten auseinandersetzt. Kinder und Erwachsene können puzzeln, drehen, verschieben, Biberlinos lösen, einen Dialog mit dem Biber führen oder am Quizrad ihr Wissen erweitern.

    Darauf aufbauend, sollen voraussichtlich ab Herbst 2017 im Klaushof erstmals auch multimediale Elemente zum Einsatz kommen. Sie liefern in Form von Filmen, Grafiken und Arbeitstexten ergänzende Informationen an den einzelnen Stationen.

    Das umfangreiche Informationsangebot erfüllt indirekt einen weiteren Zweck. Denn da den Nagern durch das Biotopgehege die Möglichkeit eingeräumt wird, sich den neugierigen Augen der Betrachter auch einmal zu entziehen, bietet der Lehrpfad eine sinnvolle „Ersatzbeschäftigung“.

    „Dieses didaktische Konzept wurde intensiv mit den Projektbeteiligten, der höheren Naturschutzbehörde der Regierung von Unterfranken und der Biologiedidaktik abgestimmt. Nur so konnte ‚Die Welt des Bibers beobachten und erleben‘ gelingen“, sagt Axel Maunz, Leiter des Wildparks.

    Kontakt

    Dr. Thomas Heyne, Fachgruppe Didaktik Biologie, Universität Würzburg, T (0931) 31-83789, Thomas.Heyne@biozentrum.uni-wuerzburg.de

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