piwik-script

English
  • Honigbienen (teilweise markiert) auf der Kante eines Brutrahmens
Lehrstuhl für Verhaltensphysiologie und Soziobiologie

Hilsmann, Lioba

Lioba Hilsmann

Doktorandin
Zoologie II / AG Scheiner
Universität Würzburg
Biozentrum
Am Hubland
97074 Würzburg
Gebäude: Biozentrum (B1)
Raum: D109a
Telefon: +49 931 31 85373
Link: AG Scheiner
Portrait von Lioba Hilsmann

Schon seit Jahrtausenden hat der Mensch sich die Honigbiene (Apis mellifera) zu Nutze gemacht. Über die Zeit wurden gewisse Methoden entwickelt, um die Gesundheit der Bienen als auch deren Ertrag zu optimieren. Die Varroamilbe (Varroa destructor), die ursprünglich von der östlichen Honigbiene (Apis cerana) kommt, stellt noch immer eine große Bedrohung für die Gesundheit des Bienenvolkes dar. Unter herkömmlichen Methoden werden deshalb zur Reduzierung der Milbenlast chemische Behandlungen mit Ameisensäure und Oxalsäure durchgeführt. Zusätzlich zu diesen Behandlungen wird im Frühjahr die Drohnenbrut entfernt. Dieser Eingriff in das natürliche Gefüge eines Bienenvolks könnte einem stabilem Parasit-Wirt-Verhältnis im Wege stehen und die Anpassung der Bienen an den Wirt verhindern. In meinem Projekt soll daher untersucht werden, ob sich eine innovative Honigbienenhaltung positiv auf die Leistungsfähigkeit, die Gesundheit und die Populationsdynamik auswirkt. Während einer induzierten vierwöchige Brutpause der Königin im Spätsommer, die unter natürlichen Bedingungen mit dem Ausschwärmen der Königin gleichzusetzen ist, können sich auch die Varroamilben nicht vermehren, da ihnen die Bienenpuppen als Wirt fehlen. Außerdem soll untersucht werden, ob diese Bienen resilienter gegenüber zusätzlichen Umweltstressoren wie Pflanzenschutzmittel sind als Bienen der herkömmlichen Bienenhaltung. Ziel dieses Projektes ist die Akzeptanz und Etablierung einer innovativen Bienenhaltung durch die breite Imkerschaft, mit der Bienenvölker nachhaltig und durch natürliche Selektion zu einer höheren Abwehr der Varroamilbe gebracht werden, ohne dass es zu einer reduzierten Honigproduktion kommt. Im Vordergrund steht daher ein enger Austausch mit der Imkerschaft und ein rascher Wissenstransfer der Forschungsergebnisse über das im Rahmen des Projektes gegründeten Praxis-Forschungsnetzwerk "Naturnahe Bienenhaltung".

...